Die Protokollantin

  • Zurückgenommene, aber angenehm präzise Kriminalspannung: Freya Becker (Iris Berben) und ihr jüngerer Bruder Jo Jacobi (Moritz Bleibtreu) in der sehr überzeugenden ZDF-Miniserie "Die Protokollantin". Vergrößern
    Zurückgenommene, aber angenehm präzise Kriminalspannung: Freya Becker (Iris Berben) und ihr jüngerer Bruder Jo Jacobi (Moritz Bleibtreu) in der sehr überzeugenden ZDF-Miniserie "Die Protokollantin".
    Fotoquelle: ZDF und [m] KNSK; Tobias Schult, Mathias Bothor
  • Freya Becker (Iris Berben) protokolliert grausame Verbrechen beim Berliner LKA. Vergrößern
    Freya Becker (Iris Berben) protokolliert grausame Verbrechen beim Berliner LKA.
    Fotoquelle: ZDF / Mathias Bothor
  • Hauptkommissar Henry Silowski (Peter Kurth), der neue Chef im LKA, und Protokollantin Freya Becker (Iris Berben) kennen und schätzen sich von früher. Vergrößern
    Hauptkommissar Henry Silowski (Peter Kurth), der neue Chef im LKA, und Protokollantin Freya Becker (Iris Berben) kennen und schätzen sich von früher.
    Fotoquelle: ZDF / Alexander Fischerkoesen
  • Kommissarin Anne Liebig (Katharina Schlothauer) findet ihren neuen Chef, den deutlich älteren Henry Silowksi (Peter Kurth) auch privat interessant. Vergrößern
    Kommissarin Anne Liebig (Katharina Schlothauer) findet ihren neuen Chef, den deutlich älteren Henry Silowksi (Peter Kurth) auch privat interessant.
    Fotoquelle: ZDF / Alexander Fischerkoesen
  • Jo Jacobi (Moritz Bleibtreu) leitet ein Edel-Restaurant und ist in deutlich glamouröseren Zusammenhängen unterwegs als seine ältere Schwester Freya. Vergrößern
    Jo Jacobi (Moritz Bleibtreu) leitet ein Edel-Restaurant und ist in deutlich glamouröseren Zusammenhängen unterwegs als seine ältere Schwester Freya.
    Fotoquelle: ZDF / Alexander Fischerkoesen
  • Keine Dame oder Diva, eher eine Unsichtbare: Iris Berben spielt in "Die Protokollantin" - sehr überzeugend - gegen ihr Image. Vergrößern
    Keine Dame oder Diva, eher eine Unsichtbare: Iris Berben spielt in "Die Protokollantin" - sehr überzeugend - gegen ihr Image.
    Fotoquelle: ZDF / Mathias Bothor
  • Visionen von früher: Freya Becker (Iris Berben, rechts) mit Tochter Marie (Zoe Moore), die vor elf Jahren verschwand. Vergrößern
    Visionen von früher: Freya Becker (Iris Berben, rechts) mit Tochter Marie (Zoe Moore), die vor elf Jahren verschwand.
    Fotoquelle: ZDF / Alexander Fischerkoesen
  • Nach Film- und Serien-Sensationen ("Herbert", "Babylon Berlin") ist "Die Protokollantin" eine weitere, famose Hauptrolle für Schauspieler Peter Kurth. Vergrößern
    Nach Film- und Serien-Sensationen ("Herbert", "Babylon Berlin") ist "Die Protokollantin" eine weitere, famose Hauptrolle für Schauspieler Peter Kurth.
    Fotoquelle: ZDF / Alexander Fischerkoesen
  • Freyer Becker (Iris Berben, links) lebt alleine mit ihrer Katze in Berlin. Tochter Marie (Zoe Moore) begleitet sie als Vision aus dem Gestern. Vergrößern
    Freyer Becker (Iris Berben, links) lebt alleine mit ihrer Katze in Berlin. Tochter Marie (Zoe Moore) begleitet sie als Vision aus dem Gestern.
    Fotoquelle: ZDF / Alexander Fischerkoesen
  • Unauffällige Schreibkraft im Berliner LKA: Freya Becker (Iris Berben) protokolliert Verhöre und hört dabei viel Grausames. Im Verborgenen beginnt sie zu handeln. Vergrößern
    Unauffällige Schreibkraft im Berliner LKA: Freya Becker (Iris Berben) protokolliert Verhöre und hört dabei viel Grausames. Im Verborgenen beginnt sie zu handeln.
    Fotoquelle: ZDF / Alexander Fischerkoesen
  • Akten, Akten, Akten: Freya Becker (Iris Berben) schiebt Dienst im Berliner LKA. Vergrößern
    Akten, Akten, Akten: Freya Becker (Iris Berben) schiebt Dienst im Berliner LKA.
    Fotoquelle: ZDF / Alexander Fischerkoesen
  • Drehbuchautorin und Regisseurin Nina Grosse (links) und ihre Hauptfigur Freya Becker (Iris Berben). Vergrößern
    Drehbuchautorin und Regisseurin Nina Grosse (links) und ihre Hauptfigur Freya Becker (Iris Berben).
    Fotoquelle: ZDF / Alexander Fischerkoesen
Serie, Krimiserie
Leise Wucht
Von Eric Leimann

Infos
Audiodeskription, 24 Stunden vor der TV-Ausstrahlung und dann für 180 Tage ist die Serie in der ZDFmediathek zu sehen
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDF
Sa., 20.10.
21:45 - 22:40
Folge 1, Andere Gesetze


Freya Becker (Iris Berben) protokolliert grausame Verbrechen beim Berliner LKA. Im Verborgenen sorgt sie selbst für Gerechtigkeit. Feinsinniges, modernes Krimi-Epos von fünfmal 60 Minuten.

Freya Becker ist kein Charakter, wie man ihn von Iris Berben bereits gesehen hätte. Als ungeschminkte, ja fast unsichtbare Frau um die 60 protokolliert sie beim Berliner LKA grausame Verbrechen. Nicht immer werden die Täter verurteilt. Als sie ein Fall an ihre vor elf Jahren spurlos verschwundene Tochter erinnert, beschließt die Unscheinbare, der Gerechtigkeit selbst nachzuhelfen. Das über fünfmal 60 Minuten fortlaufend erzählte Kriminal-Epos "Die Protokollantin" ist leisetretendes, aber mit subtiler Spannung erfülltes Serienfernsehen. Nach einer Idee des Schriftstellers Friedrich Ani ("Kommissar Süden") schrieb Nina Grosse ("Der verlorene Sohn") das Drehbuch und übernahm auch die Regie.

Es ist erstaunlich, was sich beim ZDF in Sachen seriellem Erzählen tut. Dabei scheint das Genre der Miniserie jenes zu sein, das sich Mainzer derzeit verstärkt auf die Fahnen schreiben. Bereits das Hochfinanzstück "Bad Banks" brauchte keinen Vergleich zu internationalen Serien-Highlights zu scheuen. Am 14. November startet zudem "Parfum" von Regie-Maniac Philipp Kadelbach ("Unsere Mütter, unsere Väter"), eine sehr freie, ja kühne Adaption von Patrick Süskinds "Das Parfum".

Auch "Die Protokollantin" dürfte sich in diese Riege von erstklassigen Produkten des ehemaligen Serien-Schnarchsenders einordnen. Dafür spricht nicht nur die Besetzung: Peter Kurth ("Babylon Berlin"), der hier ein weiteres Mal als tiefgründiger, ambivalenter Ermittler zu sehen ist. Moritz Bleibtreu spielt den weichen, jüngeren Bruder Freyas, der immer wieder erschreckend starke Misel Maticevic stößt in der Mitte der Serie zum Hauptcast. Auch die zahlreichen Nebenrollen sind sehr überzeugend besetzt.

Nina Grosse, die mit Samira Radsi Regie führte, fand für das präzise, detailliert auf die Ermittlungsarbeit eingehende Drehbuch naturalistisch ruhige Bilder, die ein bisschen an Hans-Christian Schmids überragende ARD-Miniserie "Das Verschwinden" (2017) erinnern. Spannendes, modernes Serienfernsehen muss nicht unbedingt "abgefahren" aussehen, wenn traditionelle Güter wie Drehbuch, Figurenentwicklung und Schauspiel einen herausragenden, sichtbar und spürbar überdurchschnittlichen Job machen.

Mit "Die Protokollantin" setzt das ZDF seinen modernen Umgang mit der eigenen Mediathek fort: Die Serie wird bereits 24 Stunden vor der linearen TV-Ausstrahlung und danach für 180 Tage "on demand" verfügbar sein. Zudem verkündet das ZDF, dass der lineare Sendeplatz samstags, um 21.45 Uhr, in Zukunft regelmäßig mit "hochwertigem, seriellem Erzählfernsehen aus Deutschland" bestückt werden soll. Klingt verheißungsvoll.


Quelle: teleschau – der Mediendienst


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