Eine für alles
20.08.2024 • 22:15 - 22:45 Uhr
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Originaltitel
Eine für alles - Armutsrisiko alleinerziehender Mütter
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
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Alleingelassen unter der Armutsgrenze

Von Elisa Eberle

Mehr als 40 Prozent der Alleinerziehenden in Deutschland leben unter der Armutsgrenze. Die ZDF-Reportagereihe "37°" begleitet drei von ihnen in ihrem Alltag.

Erst war es der wirtschaftliche Einbruch durch Corona, dann waren es die steigenden Energie- und Lebensmittelpreise im Zuge des Ukraine-Kriegs: Gründe, weshalb immer mehr Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren unter die Armutsgrenze rutschten, gab einige. 16,8 Prozent der Deutschen leben derzeit in Armut. Das heißt, ihr Nettoäquivalenzeinkommen beträgt weniger als 60 Prozent des momentanen Medianeinkommen in Deutschland. Besonders betroffen sind vor allem Alleinerziehende: Mehr als 40 Prozent der 2,6 Millionen Alleinerziehenden in Deutschland leben unterhalb der Armutsschwelle. So heißt es in einem neuen Film der Reportage-Reihe "37°", der nun erstmals im ZDF zu sehen ist. Unter dem Titel "Eine für alles: Armutsrisiko alleinerziehender Mütter" begleitet Antje Diller-Wolff exemplarisch drei Mütter in ihrem Alltag.

Da wäre zum Beispiel Cindy aus Oldenburg: Die 45-Jährige hat vier Söhne, deren Betreuung viel Zeit in Anspruch nimmt. Kapazitäten für einen Beruf bleiben da nicht übrig. Also führt Cindy penible Haushaltsbücher, spart Geld ein, wo sie nur kann: Anstelle ihr Auto reparieren zu lassen, erledigt sie die Wege des täglichen Lebens mit den öffentlichen Verkehrmitteln. Als sie kurz vor der totalen Erschöpfung steht, holt sie sich Hilfe bei einer Sozialarbeiterin.

Junge Mutter wagt nach dem Tod ihres Partners einen Neuanfang

Beistand von außen sucht sich auch Renata aus Polen, die mit ihrem zwölfjährigen Sohn Julian in München lebt: Julian kam mit einem Herzfehler zur Welt, erlitt zwei Schlaganfälle und ist seither auf intensive körperliche Betreuung angewiesen. Renata leistet diese zusätzlich zu ihrem Homeoffice-Job als Betriebswirtin in der Energiewirtschaft. Der tägliche Spagat zwischen Berufs- und Familienleben reibt die 49-Jährige auf. Ihr Partner hatte sie während der Corona-Pandemie verlassen, nun lebt er wie alle anderen Verwandten in Polen. In einer Beratungsstelle für Frauen findet Renata Gleichgesinnte und ein offenes Ohr.

Ein besonders schweres Schicksal ereilte Janine im April 2022: Damals verlor die heute 33-Jährige ihren Mann, der an einer Lungenembolie starb. Für ihre inzwischen knapp dreijährige gemeinsame Tochter Lisette kämpft sie seither um jeden Euro, den sie durch Witwen- und Waisenrente bekommen könnte. Doch es reicht hinten und vorne nicht: Janine muss jeden Cent mehrfach umdrehen. Da sie ihren früheren Beruf als Stallgehilfin nicht mehr ausüben kann, entscheidet sich die junge Mutter für einen beruflichen Neuanfang: "37°" begleitet sie bei der Ausbildung zur Erzieherin und ihrem Nebenjob in der Berufsschule.

37° – Eine für alles – Di. 20.08. – ZDF: 22.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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