Elisas neues Leben
23.01.2024 • 22:15 - 22:45 Uhr
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Originaltitel
Elisas neues Leben - Eine Leistungssportlerin gibt nicht auf
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
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Wiedersehen mit einer Powerfrau

Von Aylin Rauh

Im Jahr 2016 erschien die erste "37°"-Dokumentation über die Turnerin Elisa Chirino, die 2014 einen schweren Trainingsunfall erlitt und seitdem im Rollstuhl sitzt. Nun traf sich Filmemacher Frank Eggers erneut mit ihr.

Der 25. März 2014 veränderte für die damals 16-jährige Elisa Chirino alles. Die Leistungsturnerin stürzte beim Doppelsalto vom Stufenbarren und zog sich eine Fraktur der Halswirbel zu. Die Diagnose der Ärzte: Querschnittslähmung, seitdem sitzt sie im Rollstuhl. Ihr Traum von den Olympischen Spielen in Rio war vorbei. Eine bewegende und inspirierende Geschichte, die sie damals Filmemacher Frank Eggers für die "37°"-Reportage "Nur eine falsche Bewegung" (2016) erzählte. Für einen zweiten Film, der den Titel "Elisas neues Leben – Eine Leistungssportlerin gibt nicht auf" trägt, traf sich der Filmemacher jetzt erneut mit der tapferen jungen Frau.

Jetzt steht ihr "neues Leben" im Vordergrund – der "Alltag". Sieben Jahre ist es her, dass Eggers die junge Frau porträtiert hat, und es ist einiges passiert seither. Chirino verbuchte einige persönliche Erfolge. So machte sie nicht nur ihr Abitur, sondern studiert mittlerweile im achten Semester Psychologie an der Freien Universität in Berlin-Dahlem. Allerdings, so schildert sie es nun, erhält sie von außen immer das Gefühl anders zu sein – auch von ihren Kommilitonen.

Familie ist alles

Eine große Stütze ist ihre Familie. Zu Mama Heike hat die junge Frau einen besonderen Draht. Eine wichtige Bezugsperson ist Partner Christoph, mit dem Elisa Chirino seit eineinhalb Jahren zusammen ist. Das Paar lernte sich im Internet kennen. Allgemein schweißte der Unfall die gesamte Familie noch mehr zusammen. So ist auch der Kontakt zu ihren beiden Schwestern enger geworden. Die ältere, Anita, brachte vor kurzem einen Sohn zur Welt. Auch für Elisa ist die Familienplanung möglich, da sie trotz ihrer körperlichen Einschränkungen immer noch Kinder bekommen kann. Doch kann sie sich überhaupt vorstellen, eines Tages eine Familie zu gründen?

Bei vielen Tätigkeiten ist die junge Frau auf Hilfe angewiesen. Am Anfang hatte die Familie Hoffnung, dass sich Chirinos Zustand verbessern könnte – jedoch stellte sich schnell heraus, dass ihre Körperfunktionen nicht mehr wiederkehren würden. Auch seelisch belasteten Chirino die letzten Jahre, doch mit der Zeit kämpfte sie sich aus ihrem Tief heraus. Trotz neuer Komplikationen versucht sie, positiv auf das Leben zu blicken.

"Mein Leben hat sich in ein paar Sekunden für immer geändert"

In der ersten Reportage (zu sehen in der ZDFmediathek und auf YouTube) sprach Chirino ausführlich über ihren Unfall. "Es war die letzte Übung am Stufenbarren, das letzte Element", erinnerte sie sich. "Als ich auf dem Boden lag, habe ich gedacht, Scheiße, Scheiße, Scheiße. Hilfe, ich spüre meine Beine nicht mehr. Mein Leben hat sich in ein paar Sekunden für immer geändert."

Schon damals gab sie dem Publikum die Erkenntnis mit, "dass man das Leben einfach genießen sollte" und für jede kleine Sache dankbar sein soll. "Was einem so selbstverständlich erschien, ist es ja eigentlich nicht", sagt sie. Und auf ihrer Facebookseite schreibt sie: "All denjenigen, die ein ähnliches Schicksal erleben, möchte ich Mut machen ... dass es irgendwann wieder bergauf geht."

37°: Elisas neues Leben – Eine Leistungssportlerin gibt nicht auf – Di. 23.01. – ZDF: 22.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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