Étretat forever
12.04.2026 • 16:45 - 17:40 Uhr
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Lesermeinung
In der Bucht von Étretat: Die Ikone der französischen Küstenlandschaft zieht jedes Jahr mehr als eine Millionen Besucher an.
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Auf den Spuren von Monet und Courbet: der "Malerblick" auf die "Porte de l'Aval" und "l'Aiguille" von Étretat
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Étretat ist Schauplatz zahlreicher Erzählungen. Das Nebeneinander schöpferischer und bedrohlicher Naturkräfte, die Bündelung unterschiedlicher Sehnsüchte und untergründiger Ängste inspirierte Maler und Schriftsteller seit dem 19. Jahrhundert.
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Originaltitel
Étretat forever - Biografie eines Sehnsuchtsorts
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Info, Dokumentation

Étretat forever

Der kleine Ort Étretat in der Normandie ist eine Ikone der französischen Küstenlandschaft, die Maler und Schriftsteller schon im 19. Jahrhundert faszinierte und die heute unter dem Übertourismus leidet. Die Natur hat hier ein Amphitheater gestaltet, mit schützenden Seitenwänden und Zier-Säulen aus Felsen und dem Kiesel-Strand als Bühne; die Logenplätze auf der Anhöhe sind von herrschaftlichen Villen besetzt, unten liegen die schlichteren Häuser des Fischerviertels. Nur etwa tausend Einwohner gibt es, aber ein Dutzendfaches an Tagestouristen - über eine Million Gäste jedes Jahr. Einige kraxeln auf die teils gesperrten Klippen, um Fotos aus der gleichen Perspektive zu schießen, wie einst Claude Monet das Felsentor malte. In den Erzählungen von Guy de Maupassant werden umtoste Klippen zur düsteren Seelenlandschaft, in Verfilmungen der Coups des Meisterdiebs Arsène-Lupin wird Étretat ein Ort der Geheimnisse und der Schatzsuche. Das Nebeneinander schöpferischer und bedrohlicher Naturkräfte, die Bündelung unterschiedlicher Sehnsüchte und untergründiger Ängste - all das ist hier gebündelt auf engem Raum. Die in weichem Gestein eingeschlossenen Silex-Feuersteine der Mauern, die zu Hütten umgebauten Schiffs-Rümpfe, orientalistische Formen an Mauern - der Architekt Raphaël Renard erklärt, was diesen Ort so besonders macht. Für seinen Sohn Ramsès und Clara, die eine Wassersportschule betreiben, wird der Feierabend erst wieder schön, wenn der große Touristenansturm vorüber ist und man, ohne umgerannt zu werden, über die Uferpromenade spazieren und den Blick aufs Meer genießen kann.

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