Georg Baselitz - Ein deutscher Maler
Heute 04.05.2026 • 22:25 - 00:00 Uhr
Kultur, Künstlerporträt
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Originaltitel
Georg Baselitz - Ein deutscher Maler
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2013
Kultur, Künstlerporträt

Georg Baselitz - Ein deutscher Maler

Der Maler und Bildhauer Georg Baselitz bezeichnet sich als typisch deutschen Künstler. Er ist ein Getriebener. Leben und Arbeiten in beiden Teilen Deutschlands haben Spuren hinterlassen. Baselitz hat Krieg, Angst, Zerstörung und Armut erfahren. "Mir wird nie gelingen, was ich an den Amerikanern mag", hat er einmal gesagt, "die schaffen es, ihre Bilder sauber zu halten von Geschichtsmüll". Der Film erzählt seine Geschichte und seinen Werdegang. Georg Baselitz, Jahrgang 1938, zählt zu den ganz Großen in der zeitgenössischen Kunst. In einem kleinen sächsischen Dorf in den Krieg hineingeboren, erlebt er, wie der im Zweiten Weltkrieg versehrte Vater nach der Kriegsgefangenschaft als Nazi verurteilt ins Gefängnis gesperrt wird. Seine Mutter übernimmt seine Erziehung. Georg Baselitz studiert Kunst in Ostberlin. Doch bald muss er wegen "gesellschaftlicher Unreife" die Kunsthochschule wieder verlassen. Noch vor dem Bau der Mauer geht er in den Westen nach Berlin und studiert dort weiter. Kurz darauf heiratet er Elke Kretzschmar, die ebenso wie er in der DDR aufgewachsen ist. Sie bekommen zwei Söhne. Viel Geld haben sie nicht. Auch im Westen kann Baselitz sich nicht mit dem Vorgefundenen, dem Gängigen, dem Modischen abfinden. Er will sich nicht in den Mainstream einpassen, er will anecken, provozieren - was ihm auch gelingt. Er wütet künstlerisch, löst Skandale aus. Sein Programm ist das Hässliche. Er schöpft dabei aus seiner Biografie. Baselitz lebt heute mit seiner Frau am Ammersee und pendelt zwischen Deutschland und Italien, wo er noch ein zweites Atelier besitzt. Die Regisseurin Evelyn Schels durfte Baselitz bei seiner Arbeit im Atelier und im Privatleben mit seiner Frau mit der Kamera begleiten und auch unbequeme Fragen stellen. Ihr gelingt eine Annäherung an diesen ungewöhnlichen Menschen und Künstler, der stets ausschließlich das tat, was er selbst für richtig hielt. Evelyn Schels zeichnet ein differenziertes Bild seiner Persönlichkeit und Geschichte und spürt der inneren Verbindung zwischen seiner Kunst und seinen Lebenserfahrungen nach.

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