Die Geschwister Bebe und Mikhail flüchten aus Moldawien auf Schleichwegen nach Deutschland. Die Odyssee wird im Film mit viel Empathie erzält.

In Moldawien waren die 18-jährige Bebe (Ada Condeescu) und ihr jüngerer Bruder Mikhail (Abdulkadir Tuncer) als Roma polizeilicher Willkür bis hin zur Folter ausgesetzt, wie eingespielte Rückblenden zeigen. Freunde verhelfen den beiden zur Flucht nach Deutschland, liefern aber die Geschwister dabei an zwielichtige Schlepper aus. Bebe und Mikhail wehren sich immer wieder und versuchen, ihre Persönlichkeit zu bewahren. Eine Schlepperfahrt unter doppeltem Lkw-Boden wird zum traumatischen Erlebnis, und noch nach der Ankunft in Deutschland versuchen Schurken aus den Geschwistern Geld herauszupressen. Der Münchner HFF-Absolvent Markus Mörth erzählt sein 2015 gedrehtes Roadmovie "Geschwister" durch mehrere Länder aus seiner persönlichen Erfahrung in einer Einrichtung für Asylbewerber heraus – und stets mit dem Blick der Emigranten.


Quelle: teleschau – der Mediendienst