Gustave Eiffel: Der Mann, der den Eiffelturm erfand
05.11.2026 • 06:15 - 07:30 Uhr
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Originaltitel
Gustave Eiffel: Der Mann, der den Eiffelturm erfand
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2023
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Gustave Eiffel: Der Mann, der den Eiffelturm erfand

Der Eiffelturm gilt heute als Ikone der Architektur und Geniestreich moderner Ingenieurskunst. Doch wie gelang es Gustave Eiffel damals, die Menschen für seine Eisenkonstruktion zu begeistern? Als risikofreudiger Visionär, ein "Steve Jobs der Industrialisierung", schuf Eiffel mit seiner Eisenkonstruktion von 300 Metern Höhe das damals höchste Bauwerk der Welt. Fast ebenso wichtig waren jedoch seine Fähigkeiten als Geschäftsmann und Marketingstratege. Paris 1889. Gustave Eiffel befindet sich auf dem Höhepunkt seines Ruhmes. Für die Weltausstellung hat er gerade den Traum aller Ingenieure verwirklicht: den höchsten Turm der Welt im Herzen der französischen Hauptstadt zu errichten. "Große Dinge entstehen nur durch Menschen mit erheblicher Risikobereitschaft, Erfindungsreichtum und Ausdauer. Eiffel war die perfekte Kombination von Ingenieur und Unternehmer. Das hat ihn groß gemacht", sagt Ursula Muscheler, Architektin und Autorin des Buches "Die Nutzlosigkeit des Eiffelturms". Gustave Eiffel verstand es, die klügsten Köpfe seiner Zeit für sich zu gewinnen. In seinem Pariser Ingenieursbüro arbeiteten große Talente, die er geschickt seine Visionen umsetzen ließ oder deren Visionen er für sein Unternehmen vereinnahmte. So entstanden von Beginn an bahnbrechende Eisenkonstruktionen, die neue Maßstäbe setzten. Aber ein eiserner Turm, der mitten in Paris ohne Sinn und Zweck einfach so in die Höhe ragte, das galt vielen Kritikern als monströse, ja sogar lebensgefährliche Idee. Anwohner aus der Nachbarschaft der Baustelle verklagten den Unternehmer, da sie Angst hatten, die Konstruktion würde auf ihre Häuser stürzen und sie unter den Trümmern begraben. Führende Intellektuelle, wie der Schriftsteller Guy de Maupassant oder der Erbauer der berühmten Pariser Oper, Charles Garnier, veröffentlichten einen Brandbrief, in dem sie den Turm eine "Schande für Paris" nannten. Doch Eiffel ließ sich nicht beirren. Er übernahm einen nicht unwesentlichen Teil der Kosten und das gesamte Risiko und baute seinen Turm - in nur zwei Jahren, zwei Monaten und fünf Tagen. Und dann wendete sich das Blatt: Troja-Entdecker Heinrich Schliemann war einer der wenigen deutschen Prominenten, die wahrscheinlich sogar von Eiffel persönlich in luftige Höhen geführt wurden. Er dankte es ihm mit Begeisterung und schrieb, der Eiffelturm sei ein Meisterwerk des technischen Fortschritts und ein Wunderwerk der Ingenieurskunst. Und die Menschen strömten zu Tausenden zum Turm, um zum ersten Mal in ihrem Leben ihre Stadt von oben betrachten zu können. Warum der Eiffelturm trotzdem 20 Jahre nach seiner Errichtung fast dem Erdboden gleichgemacht wurde, welchen wissenschaftlichen Wert er bis heute hat und warum ein 10.000 Tonnen schweres, überwiegend funktionales Eisenbauwerk ausgerechnet zum globalen Symbol der Liebe geworden ist, schlüsseln führende Experten auf. Aufwendige 3-D-Grafiken erklären die bahnbrechenden Techniken, die diesem ikonischen Bauwerk zugrunde liegen. Hochwertige Animationen lassen die Emotionen wieder aufleben, die sich damals bei den Bauherren und anderen Beteiligten Bahn brachen. Das abenteuerliche Auf und Ab des Unternehmers Gustave Eiffel und das Ringen des Ingenieurs mit seinen Hauptgegnern, dem Wind und der konservativen Öffentlichkeit, machen diese Dokumentation zu einem packenden Stück Zeit- und Ingenieursgeschichte. Bis heute strahlt der Eiffelturm eine riesige Sogwirkung auf Menschen aus aller Welt aus. Dieses "Menschheitsbauwerk" hat nichts von seiner Strahlkraft verloren. Es gilt als eine der meistbesuchten Attraktionen weltweit. Zeit also, zum 100. Todestag von Gustave Eiffel die vielen unbekannten Geschichten und Geheimnisse rund um die Entstehung seines Meisterwerks zu erzählen.

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