Ich, Daniel Blake

  • Ein Akt des Ungehorsams: Dave Johns als Daniel Blake, Malcolm Shields als Schotte Vergrößern
    Ein Akt des Ungehorsams: Dave Johns als Daniel Blake, Malcolm Shields als Schotte
    Fotoquelle: © SRF/Prokino Filmverleih
  • Helfende Hand: Briana Shann als Daisy, Hayley Squires als Katie, Dave Johns als Daniel Blake, Dylan McKiernan als Dylan
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    Helfende Hand: Briana Shann als Daisy, Hayley Squires als Katie, Dave Johns als Daniel Blake, Dylan McKiernan als Dylan
    Fotoquelle: © SRF/Prokino Filmverleih
Spielfilm, Drama
Ich, Daniel Blake

Infos
Originaltitel
I, Daniel Blake
Produktionsland
GB, F, B
Produktionsdatum
2016
Kinostart
Do., 24. November 2016
3sat
Sa., 15.02.
20:15 - 21:50


Obwohl der 59-Jährige Daniel Blake einen Herzinfarkt erlitten hat, wird sein Sozialhilfeanspruch abgelehnt. Ein Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie beginnt. Bei seinem Besuch auf dem Sozialamt trifft Daniel auf die alleinerziehende Mutter Katie und ihre Kinder. Auch Katie befindet sich in einer schwierigen Lage und ist auf Unterstützung angewiesen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft. Katie wird beim Amt abgewiesen, weil sie sich verspätet hat. Daniel eilt ihr in der Diskussion mit den Beamten zur Hilfe, woraufhin beide hinausgeworfen werden. Anschließend begleitet Daniel Katie und ihre Kinder Dylan und Daisy, die nach zwei Jahren in einer Obdachlosenunterkunft endlich eine Wohnung in Newcastle bekommen haben, nach Hause.

Fortan besucht er die junge Frau und ihre Kinder regelmäßig und wird sowohl für Katie als auch für ihre Kinder zu einer festen Bezugsperson. Während Katie verzweifelt nach einem Job sucht, hat Daniel mit der elektronischen Antragstellung zu kämpfen. Die finanzielle Lage der beiden wird immer kritischer. Durch die Umstände gezwungen, greifen sie schließlich zu drastischen Mitteln, um sich über Wasser zu halten. Hierbei wird auch auch Daniels und Katies Freundschaft auf die Probe gestellt. Das Filmdrama von Ken Loach, das 2016 mit der Goldenen Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet wurde, zeigt auf bedrückende Weise, wie Menschen im System der Bürokratie nicht mehr als solche wahrgenommen werden. Eindrücklich veranschaulicht der Regisseur die inneren Widersprüche des Systems, die von einem Dickicht aus Anträgen und Formularen verdeckt werden. Der 1936 geborene Regisseur Ken Loach ist als engagierter Linker mit seinen Filmen seit über 50 Jahren so etwas wie das soziale Gewissen und der kritische, aber nie bösartige humanistische Chronist der britischen Gesellschaft und des britischen Kinos. Für "Ich, Daniel Blake" bekam er bereits seine 13. Einladung nach Cannes - für einen Film, der mit seiner naturalistischen, unaufgeregten Erzählweise eine Realität zeigt, die einen fassungslos, wütend und traurig zugleich macht.


Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Ich, Daniel Blake" finden Sie hier.


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Der Trailer zu "Ich, Daniel Blake"

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