Kurz vor der Abreise in einen neuen Lebensabschnitt kann man nichts weniger gebrauchen als ein dunkles Familiengeheimnis, das ans Licht kommt. Das muss Catrine im Inga-Lindström-Film aus dem Jahr 2021 schmerzlich spüren. Ob das ihre Gefühle für Pelle beeinflusst?
Im Inga-Lindström-Film "Rosenblüten im Sand" (2021), den das ZDF jetzt zur besten Sendezeit wiederholt, herrscht Aufbruchstimmung: Catrine (Nadine Menz) hat ihre Koffer gepackt, um nach Nepal zu reisen. Dort will sie ein Jahr lang als Krankenschwester arbeiten. Doch dann holt sie ihre Vergangenheit im wohl ungünstigsten Moment ein – und plötzlich ist alles anders.
Gemeinsam mit ihrer Mutter Ella (Susu Padotzke) will sie noch einmal einen Ausflug ans Meer machen. Noch ahnt sie nicht, dass ihre Mutter ein tragisches Geheimnis hütet. Und dann ist da auch noch die Schwärmerei für Pelle (Stefan Gorski); so kurz vor der Abreise ...
Wie gewohnt stehen alte Verletzungen und Schuldgefühle im Zentrum der Schweden-Romanze (Drehbuch: Christiane Sadlo, Regie: Marco Serafini). Alles dreht sich um die Wahrheit – und auch das Verzeihen. Denn schließlich sind die Filme dafür bekannt, die Heile-Welt-Sehnsüchte des Publikums am Sonntagabend zu stillen.
Inga Lindström, das ist eben eine Art Rosamunde Pilcher auf Schwedisch. Hinter dem Pseudonym steht eine Frau, die auch für einige Drehbücher des englischen Pendants verantwortlich ist. Christiane Sadlo hatte ihre Romanzen aus dem Land der Blaubeeren und Braunbären ursprünglich als Liebesromane konzipiert, bis das ZDF die gefühligen Geschichten für den Film adaptierte. Mit Erfolg: Auch wenn "Inga Lindström"-Filme von so manchem belächelt und als Heile-Welt-Kitsch abgetan werden bleiben die Quoten nicht hinter der Pilcher-Reihe zurück: Im Schnitt schauen rund fünf Millionen Menschen zu.
"Inga Lindström: Rosenblüten im Sand" – So. 09.06. – ZDF: 20.15 Uhr