Inseln Italiens: Toskanischer Archipel
15.04.2026 • 14:50 - 15:30 Uhr
Natur + Reisen, Tourismus
Lesermeinung
Ein Granitfelsen im Meer: das Inselchen Montecristo gehört zum toskanischen Archipel und steht unter strengem Naturschutz. Es darf nur mit einer Genehmigung des italienischen Staates besucht werden.
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Nur wenige Urlaubsgäste, die Elba besuchen, wissen, dass hier bis in die 1980er Jahre Eisenerz abgebaut wurde. Tatsächlich befand sich hier im Osten der Insel die größte Grube Europas. Deshalb wurde Elba auch als das Ruhrgebiet Italiens bezeichnet.
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Unvergessen auf Elba ist ein Franzose, der nicht freiwillig kam: Napoleon Bonaparte. Er führte auf Elba viele Neuerungen ein, wie Schulbildung, Scheidung und die Impfung gegen Pocken.
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Originaltitel
Inseln Italiens
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2022
Natur + Reisen, Tourismus

Inseln Italiens: Toskanischer Archipel

Im größten Meeresschutzgebiet Europas liegt der Toskanische Archipel, zu dem die Inseln Elba, Montecristo und Capraia gehören. Die Folge der Reihe "Inseln Italiens" stellt sie vor. Elba ist vielen als Urlaubsinsel bekannt. Weniger bekannt ist, dass die Insel bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wegen ihrer reichen Eisenerzvorkommen als das "Ruhrgebiet Europas" galt. Heute ist davon nicht mehr viel zu spüren. Als der Bergbau nicht mehr rentabel war, wurde er vom Tourismus abgelöst. Dabei hat die Insel weit mehr zu bieten als glasklares Wasser und lange Strände: eine reiche Geschichte, denn schon den Etruskern war Elba bekannt, dann kamen die Römer, die Medici und schließlich Napoleon. Und die Tier- und Pflanzenwelt ist vielseitig. Montecristo wurde durch den Roman "Der Graf von Monte Christo" weltberühmt. 63 Kilometer vom italienischen Festland entfernt, ragt das menschenleere Inselchen wie ein steiler Granitfelsen aus dem Wasser. Allein Wissenschaftlern ist der Zutritt erlaubt. Nur dort leben die Montecristo-Ziege und die giftigste Schlange Europas, die Montecristo-Viper. Dazu kommt eine Vielzahl an endemischen Reptilien, Schnecken und Pflanzen. Die Insel Capraia hat eine ganz besondere Pflanzenwelt, bedingt durch die Entfernung zum Kontinent und die Lage mitten im Mittelmeer. Über 400 Pflanzenarten wachsen dort, mehr als die Insel Einwohner hat. Dort bleibt nur, wer sich der Natur verbunden fühlt.

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