Jagen auf Französisch
17.06.2026 • 00:15 - 01:45 Uhr
Spielfilm, Komödie
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Originaltitel
Chasse gardée
Produktionsland
F, B
Produktionsdatum
2023
Spielfilm, Komödie

Jagen auf Französisch

Paris wird zunehmend zur Hölle für eine kleine Familie. Ein Haus auf dem Land erscheint als Lösung aller Probleme. Doch die Sache hat einen großen Haken. Haus und Garten sind während der Jagdsaison Jagdrevier der Dorfbewohner. Die haben verbriefte Rechte und jagen gerne. Die Pariser Kleinfamilie rüstet samt Katze zum Gegenschlag. Stadt, Land, Schuss in einer französischen Komödie zum Thema "Schöner Wohnen". Es ist eng für Adélaϊde (Camille Lou) und Simon (Hakim Jemili) in ihrem Pariser Appartement. Die Eltern schlafen auf einer Ausziehcouch, die Kinder, Romy (Romy Blondel) und Léon (Marceau Cojan) haben wenig Platz, von einem Garten ganz zu schweigen. Auch Katze Cachette kann sich mit Sicherheit ein schöneres Tierleben vorstellen. Der Traum von einem Haus auf dem Land scheint wahr zu werden, als ihnen eine Maklerin aus St. Hubert du Bois ihr Angebot zeigt: Großes Haus, riesiges Grundstück, schöner Garten, fairer Preis. Das Paar aus Paris akzeptiert mit dem Kaufvertrag eine Auflage, deren Reichweite sie zunächst nicht verstehen. Was genau gemeint ist, wird erst im schönen September klar. Die Familie ist eingezogen, hat das Haus renoviert und die Dorfbevölkerung kennengelernt. Alle mögen sich - noch! Von September bis Februar ist Jagdsaison in St. Hubert. Die Auflage im Kaufvertrag erlaubt es Bernard (Didier Bourdon), Michel (Jean-François Cayrey), André (André Penvern) und allen anderen begeisterten Jägern des Ortes, zu dieser Zeit im Garten des Hauses und im angrenzenden Wald zu schießen. Daran, dass Tiere unbefugt in ihr Haus eindringen, hat sich die Familie schnell gewöhnt, doch nun versammeln sich jeden Morgen scheinbar alle Männer des Dorfes mit Waffen und Hunden in ihrem Garten und schießen um sich, nicht jeder treffsicher. Simon und Adélaϊde sind entsetzt, fürchten um das Leben ihrer Kinder. Es entbrennt ein Kleinkrieg, der den einst so beliebten Neuzugang zu Außenseitern der Gemeinde werden lässt. Vor allem, als durch einen unglücklichen Zufall bekannt wird, dass Camille ihren Vater Gaspard (Thierry Lhermitte), einen Rechtsanwalt, gebeten hatte, gegen die Jagd zu klagen. Gaspard ist mittlerweile erfolglos abgezogen, das Problem ungelöst. Die Familie nimmt ihr Schicksal in die eigene Hand. Von Benjamin (Julien Pestel), der beim Trinken und Jagen nur so tut, als ob er mitzieht, erfahren Simon und Adélaϊde, was mit ihrem Vormieter passierte. Und wer Moshe ist. Nach einem Festgelage von Wildschweinen in ihrem Garten, bei dem Cachette verschwindet, zieht die frustrierte Familie ohne Katze zurück nach Paris. Doch das ist nicht das Ende der Geschichte vom Traumhaus mit Einschusslöchern. Stadtleben versus Landleben - das ist auch in Deutschland seit der Pandemie und den Bauernprotesten im Januar 2024 ein wichtiges Thema. Die französische Komödie greift es mit viel Zuneigung für alle Beteiligten, reichlich Situationskomik und großem Augenzwinkern auf und führt dabei manches Klischee ad absurdum.

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