Kampf um jeden Atemzug
29.05.2018 • 22:15 - 22:45 Uhr
Report, Menschen
Lesermeinung
Anjas Mutter Maren (r.) ist eine wichtige Stütze. Wenn wieder mal Pflegekräfte fehlen, hilft sie beim Versorgen von Leo (2.v.r.) und Zwillingsbruder Mats (2.v.l.).
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Anjas Mutter Maren springt immer wieder ein. Doch Leos Versorgung bringt auch sie an die Grenze ihrer Kraft.
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Als Mutter eines chronisch kranken Kindes hat Anja gelernt, stark zu sein. Auch in schwachen Momenten.
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Leo soll irgendwann ohne Kanüle atmen können. Das erhoffen sich seine Eltern Anja und Tony. Eine Spezialklinik in Hamburg ist ihre letzte Hoffnung.
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Leo hat Zysten im Hals. Deshalb muss seine Luftröhre operativ untersucht werden. Die Zeit vor der Vollnarkose ist für Mutter Anja besonders schwer.
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Auf den ersten Blick eine glückliche Familie. Doch Zwilling Leo (r.) ist schwer krank. Die Eltern, Anja und Tony, verlassen Neuseeland - in der Hoffnung auf Heilung in Hamburg.
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Anja und Tony stehen vor einer Riesenherausforderung. Als Eltern. Und als Paar. Die Hoffnung auf Heilung für Sohn Leo treibt sie an.
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Verständigungsprobleme und Heimweh machen es Tony schwerer als gedacht, sich in Deutschland einzuleben.
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15 Mal wurde der zweijährige Leo an der Luftröhre operiert. Jetzt soll ihm in einer Hamburger Spezialklinik geholfen werden.
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Leo schaut nachdenklich in die Kamera. Mats trinkt im Hintergrund aus einer Trinkflasche.
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Leo wird in der Hamburger Spezialklinik "Lufthafen" untersucht. Die Eltern hoffen darauf, dass der Zweijährige wieder allein atmen kann, ohne Kanüle.
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Oma Maren ist eine große Stütze. Sie übernimmt so oft es geht die Versorgung von Leo und Zwillingsbruder Mats, um ihre Tochter zu entlasten.
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In der Hoffnung auf Heilung für seinen Sohn Leo ist Tony nach Hamburg gezogen. Ein schwerer Schritt für den Neuseeländer.
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Für Neuseeländer Tony ist der Umzug nach Hamburg ein schwerer Schritt. Seine Söhne Leo (r.) und Mats (l.) geben ihm Halt, wenn das Heimweh kommt.
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Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
Report, Menschen

Fröhliche Momente in tiefem Leid

Von Andreas Schöttl

Das Schicksal des kleinen Leo steht im Mittelpunkt des bewegenden Films von Ann Heigl. Im Rahmen von "37°" ist die Reportage nun im Zweiten zu sehen.

Die Geschichte von Anja beginnt eigentlich wunderschön. Die heute 39-Jährige fliegt nach Neuseeland. Eine Traumreise! Dort will sie mit ihrem Freund Tony einige Monate in dessen Heimatland verbringen. Die Liebe der beiden am anderen Ende der Welt trägt sogar Früchte. Anja wird schwanger. Mit Zwillingen! Leider aber entwickelt sich eine komplizierte dramatische Schwangerschaft. Die beiden Buben müssen per Notkaiserschnitt geholt werden – 13 Wochen zu früh. Vor allem der kleine Leo leidet unter den Folgen gesundheitlich schwer. In Neuseeland ist ihm nicht mehr zu helfen. Letzte Hoffnung bietet nur noch eine Klinik in Hamburg in Deutschland. Erneut reist Anja um die halbe Welt. Ein Filmteam der "37°"-Autorin Ann Heigl empfängt die leidgeprüfte Familie am Flughafen der Hansestadt. Es ist fortan dabei, wie der kleine Leo seinen verzweifelten "Kampf um jeden Atemzug" leistet.

Es geht natürlich unter die Haut, mitansehen zu müssen, wie Leos Luftröhre bis zu 50-mal am Tag abgesaugt werden muss. Das Kind muss zudem über eine Magensonde ernährt werden. Da er Angst hat, nicht weiteratmen zu können, verweigert er das Schlucken.

Doch der bewegende Film mit einem tapferen Leo im Mittelpunkt hat trotz des gezeigten Leids auch seine fröhlichen Momente. Leo lacht, wenn ihm Vater Tony vom Sonnenschein vorsingt ("You Are My Sunshine"). Und auch Anja lässt sich trotz ihrer dauerhaften Pflege beinahe rund um die Uhr nicht unterkriegen. "Wir überleben jeden Tag", sagt sie. Hoffnung klingt in diesem verzweifelten Satz immer durch. Leo soll endlich gesund werden. Anja hat noch viel vor mit ihm. Vielleicht können beide irgendwann zusammen auf eine Traumreise gehen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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