Killer-Roboter - Dürfen Maschinen töten?

  • Das Schlachtfeld der Zukunft - Roboter überall. Vergrößern
    Das Schlachtfeld der Zukunft - Roboter überall.
    Fotoquelle: SWR
  • Die Kampagne Stoppt Killer Robots macht Lobbyarbeit in der UNO. Vergrößern
    Die Kampagne Stoppt Killer Robots macht Lobbyarbeit in der UNO.
    Fotoquelle: SWR
  • ´ Vergrößern
    ´
    Fotoquelle: SWR
  • Frank Sauer von der Universität der Bundeswehr München ist Kritiker der Killer-Roboter. Vergrößern
    Frank Sauer von der Universität der Bundeswehr München ist Kritiker der Killer-Roboter.
    Fotoquelle: SWR
  • Bernhard Koch vom Institut für Theologie und Frieden ist Experte für Waffensysteme. Vergrößern
    Bernhard Koch vom Institut für Theologie und Frieden ist Experte für Waffensysteme.
    Fotoquelle: SWR
  • Killer Roboter gegen Menschen - eine beängstigende Vision. Vergrößern
    Killer Roboter gegen Menschen - eine beängstigende Vision.
    Fotoquelle: SWR
  • Der RoBattle, eine israelische Kampfmaschine. Vergrößern
    Der RoBattle, eine israelische Kampfmaschine.
    Fotoquelle: SWR
Report, Dokumentation
Killer-Roboter - Dürfen Maschinen töten?

ARD
Mo., 25.09.
23:30 - 00:15


Nicht mehr Menschen, sondern Algorithmen und Softwares könnten bald auf den Schlachtfeldern der Zukunft über Leben und Tod entscheiden. Sogenannte Killer-Roboter fällen ohne menschliche Kontrolle die Entscheidung darüber, wann sie wo und wen töten. Der Film "Killer-Roboter - Dürfen Maschinen töten?" fängt Stimmen leidenschaftlicher Gegner und kritischer Befürworter ein und zeigt ein moralisches Dilemma mit zahlreichen Facetten.

Denn beiden Seiten geht es um den Schutz von Zivilisten. Autor Uri Schneider konfrontiert unter anderem die Waffenschmieden der israelischen Rüstungsindustrie, ein Robotiklabor in den USA und eine Friedensbewegung in Südkorea mit dieser ethischen Frage.

Frank Sauer, Politikwissenschaftler an der Universität der Bundeswehr in München, warnt seit mehr als zehn Jahren vor Killer-Robotern. "Das grundlegende ethische Problem", meint Sauer, "ist die Frage, ob es nicht die Würde des Menschen verletzt, wenn wir die Tötungsentscheidungen an anonyme Maschinen, an Algorithmen delegieren, und das Töten den Maschinen überlassen." Als Sicherheitsexperte berät Sauer die Kampagne "Killer-Roboter stoppen!" einer Gruppe von Wissenschaftlern, Kirchenvertretern und Menschenrechtsaktivisten. Sie kämpfen in der UNO gegen die autonomen Waffen und fordern die internationale Ächtung und ein Verbot, noch bevor die Systeme entwickelt sind und in den Streitkräften eingesetzt werden.

Doch es gibt auch andere Stimmen. Am katholischen Institut für Theologie und Frieden in Hamburg argumentiert der Friedensethiker Bernhard Koch, Killer-Roboter könnten sogar sinnvoll sein. Sie könnten tatsächlich Menschenleben schützen, indem sie nah an ihre Ziele herangehen und somit Kollateralschäden – den Tod von Zivilisten – verhindern. Doch auch er ist kein Befürworter autonomer Waffen. Ein dauerhafter Frieden ließe sich nur zwischen Menschen schließen, " ... und wenn man die Technik vorschickt", so Koch, "entzieht sich der Mensch."

Nicht mehr Menschen, sondern Algorithmen und Softwares könnten bald auf den Schlachtfeldern der Zukunft über Leben und Tod entscheiden. Sogenannte Killer-Roboter fällen ohne menschliche Kontrolle die Entscheidung darüber, wann sie wo und wen töten. Der Film "Killer-Roboter - Dürfen Maschinen töten?" fängt Stimmen leidenschaftlicher Gegner und kritischer Befürworter ein und zeigt ein moralisches Dilemma mit zahlreichen Facetten. Denn beiden Seiten geht es um den Schutz von Zivilisten. Autor Uri Schneider konfrontiert unter anderem die Waffenschmieden der israelischen Rüstungsindustrie, ein Robotiklabor in den USA und eine Friedensbewegung in Südkorea mit dieser ethischen Frage.
Verbot autonomer Waffen
Frank Sauer, Politikwissenschaftler an der Universität der Bundeswehr in München, warnt seit mehr als zehn Jahren vor Killer-Robotern. "Das grundlegende ethische Problem", meint Sauer, "ist die Frage, ob es nicht die Würde des Menschen verletzt, wenn wir die Tötungsentscheidungen an anonyme Maschinen, an Algorithmen delegieren, und das Töten den Maschinen überlassen." Als Sicherheitsexperte berät Sauer die Kampagne "Killer-Roboter stoppen!" einer Gruppe von Wissenschaftlern, Kirchenvertretern und Menschenrechtsaktivisten. Sie kämpfen in der UNO gegen die autonomen Waffen und fordern die internationale Ächtung und ein Verbot, noch bevor die Systeme entwickelt sind und in den Streitkräften eingesetzt werden.
Vermeiden von Kollateralschäden
Doch es gibt auch andere Stimmen. Am katholischen Institut für Theologie und Frieden in Hamburg argumentiert der Friedensethiker Bernhard Koch, Killer-Roboter könnten sogar sinnvoll sein. Sie könnten tatsächlich Menschenleben schützen, indem sie nah an ihre Ziele herangehen und somit Kollateralschäden - den Tod von Zivilisten - verhindern. Doch auch er ist kein Befürworter autonomer Waffen. Ein dauerhafter Frieden ließe sich nur zwischen Menschen schließen, " ... und wenn man die Technik vorschickt", so Koch, "entzieht sich der Mensch."


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

RTL Detlef (l.) und Lothar trinken Bier in der Höhle

Die Alltagskämpfer - ÜberLeben in Deutschland - Obdachlos im Urlaubsparadies

Report | 17.07.2018 | 00:30 - 01:15 Uhr (noch 28 Min.)
3.67/503
Lesermeinung
RTL II Valerie (Foto) wurde als Junge geboren und weist nach wie vor die primären Geschlechtsmerkmale eines Mannes auf. Das soll sich möglichst bald ändern. Mit einer Hormonbehandlung hat sie bereits begonnen, die OP folgt, wenn sie das nötige Geld dafür hat.

EXKLUSIV - DIE REPORTAGE - Geheimnis Doppelleben - Wenn Deutsche 2 Gesichter haben

Report | 17.07.2018 | 01:10 - 02:00 Uhr
3.26/5031
Lesermeinung
NDR Judith Rakers: Abenteuer Pferd - Westernreiten

Judith Rakers: Abenteuer Pferd - Westernreiten

Report | 17.07.2018 | 01:45 - 02:30 Uhr
/500
Lesermeinung
News
Aufhören? Wieso? Mit seiner Ankündigung, sich auch mit 80 nicht zur Ruhe setzen zu wollen, sorgt Medienmogul Logan Roy (Brian Cox) in "Succession" für Ärger.

Die neue HBO-Serie "Succession" ist ab dem 23. Juli 2018 bei Sky Atlantic HD zu sehen und zeigt eine…  Mehr

Szene aus dem Pflegeheim Wollomoos in Altomünster: In der Einrichtung leben chronisch Kranke und alte Menschen in größtmöglicher Freizügigkeit.

Unter dem Titel "Der Pflegeaufstand" hinterfragt die "Story im Ersten" das deutsche Pflegesystem. Im…  Mehr

Irmgard an ihrer früheren Wirkungsstätte im Wald bei bei Wackersdorf. In den 80er-Jahren war es für sie nicht einfach, Familie und Protest zu vereinbaren.

Die BR-Reihe "Lebenslinien" zeigt ein Porträt der heute 88-jährigen Irmgard Gietl, die einst nur für…  Mehr

Jesse (Kate Hudson, rechts) und Sandy (Jennifer Aniston) treffen sich auf dem Spielplatz und tauschen sich über ihre Erfahrungen als Mutter aus.

Das Erste zeigt "Mother's Day – Liebe ist kein Kinderspiel" als TV-Premiere und liefert damit zwei S…  Mehr

Er ist wieder da: Hulk Hogan (hier bei einem Auftritt im Jahr 2009) ist drei Jahre nach seinem Rauswurf offiziell zur WWE zurückgekehrt.

Wrestling-Superstar Hulk Hogan ist drei Jahre nach seinem Rausschmiss von der WWE begnadigt und wied…  Mehr