Leschs Kosmos
09.04.2024 • 22:45 - 23:15 Uhr
Info, Wissenschaft
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Leschs Kosmos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Info, Wissenschaft

Die Zeit der Blaukrabbe

Von Aylin Rauh

Wie wirkt sich die Klimaerwärmung auf das Mittelmeer und seine Bewohner aus? Ein Fall für Harald Lesch. Er nimmt sich der Frage in einer neuen Ausgabe von "Leschs Kosmos" an – und der Titel "Hitzestress im Mittelmeer" verheißt nichts Gutes.

Wetterextreme, Dürren, Wassermangel ... – So sehen sie aus, die hinlänglich bekannten Auswirkungen des Klimawandels. Nicht nur auf dem Land sind die Folgen der Erderwärmung pürbar, sondern auch in den Gewässern und Meeren der Welt. Durch die Klimaerwärmung wurden 2023 im Mittelmeer im Schnitt 29 Grad Celsius an der Wasseroberfläche erfasst. Sprich: Das Mittelmeer wird tropischer, davon sind auch die tierischen Bewohner und Pflanzen betroffen sind. Astrophysiker Harald Lesch untersucht das Phänomen und seine Folgen in einer neuen "Leschs Kosmos"-Dokumentation.

Der Film, der den Titel "Hitzestress im Mittelmeer" trägt, zeigt: Die Mittelmeer-Krise betrifft selbst die kleinsten Lebewesen, wie das Phytoplankton. Viele Tiere müssen sich neue Nischen suchen. Zwischen vielen Organismen kann dadurch ein Konkurrenzkampf entstehen. Das Worstcase-Szenario: Die Arten sterben einfach aus.

Jedoch gibt es auch "Gewinner" unter den Mittelmeer-Bewohnern, darunter die Blaukrabbe. Ursprünglich stammt sie von der Atlantikküste Nord- und Südamerikas und kam mit Schiffen nach Europa, wo sie keine natürlichen Feinde vorfand – eine Plage für Züchter von Muschelfarmen und Fischer! Warum, zeigt die Dokumentation.

Wie geht's dem Phytoplankton?

Dass die Mittelmeer-Krise uns alle betrifft, zeigen Forscherinnen und Forscher der Meteor-Expedition des Geomar-Zentrums in Kiel auf. Sie nutzen das östliche Mittelmeer als Labor, weil hier bereits Bedingungen herrschen, die sie zukünftig für die Ozeane erwarten. Besonders die Frage, welche Auswirkungen die Erwärmung auf das Phytoplankton hat, steht im Fokus. Denn: Geht es der Mikroalge schlecht, hat das Konsequenzen für das ganze Leben auf der Erde – das gilt auch für die Menschen.

Leschs Kosmos: Hitzestress im Mittelmeer – Di. 09.04. – ZDF: 22.45 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

privat
HALLO!

Vom Selbstfindungs-Trip zum eigenen Buch: Carina Kruse

Carina Amara Kruse ist 29, als ihr Leben zu einem Trümmerhaufen wird – Liebe weg, Job weg. Doch statt in Selbstmitleid zu versinken, reist sie allein nach Bali, Indien und Neuseeland. Aus ihrer Reise entsteht schließlich das Buch „The Journey“.
WDR Herby Sachs
Gesundheit

TOFI: Normalgewichtig, aber Adipositas

Gesundheit ist mehr als nur das Gewicht auf der Waage. Warum Menschen mit normalem BMI und Bauchfett ein höheres Risiko für Krankheiten haben können als leicht Übergewichtige mit aktiver Lebensweise.
Eine ältere Frau hält ein Wasserglas mit Schmerzen.
Gesundheit

Welt-Parkinson-Tag am 11. April

Am 11. April wird der Welt-Parkinson-Tag begangen, um auf die Erkrankung aufmerksam zu machen. Anlässlich des Tages sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, darunter eine Online-Veranstaltung der Parkinson Stiftung.
Mathias Liebing mit verschränkten Armen.
HALLO!

Mathias Liebing: „Der Fußball gehört im Osten wieder zur regionalen Kultur“

Mathias Liebing hat nach seiner Biografie über Norbert Nachtweih nun das Buch „Plattgemacht“ über die Entwicklung des Fußballs in Ost-Deutschland nach der Wende geschrieben. Im Gespräch mit prisma gibt er interessante Einblicke in die ostdeutsche Fußballseele.
Eine Grafik zum Weltgesundheitstag.
Gesundheit

Die Gesundheit im Blick

Der Weltgesundheitstag wird jährlich am 7. April gefeiert und erinnert an die Gründung der WHO 1948. Das diesjährige Thema lautet: "Gemeinsam für die Gesundheit. An der Seite der Wissenschaft". Deutschland begeht diesen Tag seit 1954 mit angepassten Schwerpunkten.
Dr. med. Ramtin Knuschke in einem weißen Kittel.
Gesundheit

Bluthochdruck: Was hilft, wenn Tabletten nicht mehr reichen?

Bluthochdruck bleibt oft trotz Medikamenten ein Problem. Die Nierennervenablation kann neuen Halt bieten, indem sie gezielt Nervenfasern in der Nierenarterie verödet.