Mr. Turner - Meister des Lichts

  • Der Pinsel war sein Arbeitsgerät: William Turner (Timothy Spall) war ein begnadeter Maler. ARTE zeigt am 15. Oktober (20.15 Uhr) das Biopic "Mr. Turner - Meister des Lichts". Vergrößern
    Der Pinsel war sein Arbeitsgerät: William Turner (Timothy Spall) war ein begnadeter Maler. ARTE zeigt am 15. Oktober (20.15 Uhr) das Biopic "Mr. Turner - Meister des Lichts".
    Fotoquelle: ARTE/Channel Four/BFI/Diaphana/France 3/Untitled 13
  • Der Maler William Turner wurde vor allem durch seine Landschaftsmalerei bekannt. Besonders die dramatisch leuchtenden Farben seiner Gemälde machten ihn bekannt. Vergrößern
    Der Maler William Turner wurde vor allem durch seine Landschaftsmalerei bekannt. Besonders die dramatisch leuchtenden Farben seiner Gemälde machten ihn bekannt.
    Fotoquelle: ARTE/Channel Four/BFI/Diaphana/France 3/Untitled 13
  • Für seine künstlerischen Werke ließ sich William Turner (Timothy Spall) gerne auf See inspirieren. Vergrößern
    Für seine künstlerischen Werke ließ sich William Turner (Timothy Spall) gerne auf See inspirieren.
    Fotoquelle: ARTE/Channel Four/BFI/Diaphana/France 3/Untitled 13
  • Wahrlich kein Stubenhocker: William Turner (Timothy Spall) auf der Suche nach einem neuen Motiv. Vergrößern
    Wahrlich kein Stubenhocker: William Turner (Timothy Spall) auf der Suche nach einem neuen Motiv.
    Fotoquelle: ARTE/Channel Four/BFI/Diaphana/France 3/Untitled 13
  • Zimmerwirtin Sophia Booth (Marion Bailey, rechts) kümmert sich um alle Belange des Malers William Turner (Timothy Spall) - egal ob als Hausfrau oder Geliebte. Vergrößern
    Zimmerwirtin Sophia Booth (Marion Bailey, rechts) kümmert sich um alle Belange des Malers William Turner (Timothy Spall) - egal ob als Hausfrau oder Geliebte.
    Fotoquelle: ARTE/Channel Four/BFI/Diaphana/France 3/Untitled 13
  • Eigentlich war William Turner (Timothy Spall, rechts) als mürrisch und unzugänglich bekannt. Vor seiner Haushälterin Hannah Danby (Dorothy Atkinson) zeigt er ein anderes Gesicht. Vergrößern
    Eigentlich war William Turner (Timothy Spall, rechts) als mürrisch und unzugänglich bekannt. Vor seiner Haushälterin Hannah Danby (Dorothy Atkinson) zeigt er ein anderes Gesicht.
    Fotoquelle: ARTE/Channel Four/BFI/Diaphana/France 3/Untitled 13
  • In der Royal Academy genießt Turner (Timothy Spall) Ansehen, auch wenn nicht jeder seine neue Maltechnik versteht. Vergrößern
    In der Royal Academy genießt Turner (Timothy Spall) Ansehen, auch wenn nicht jeder seine neue Maltechnik versteht.
    Fotoquelle: 2014 Prokino Filmverleih GmbH
Spielfilm, Biografie
Gut gegrunzt, Turner
Von Lili Sommer

Infos
Produktion: Film4, Focus Features International (FFI), France 3 Cinéma, Lipsync Productions, Thin Man Films, Untitled 13, Xofa Productions
Originaltitel
Mr. Turner
Produktionsland
Deutschland / Frankreich / Großbritannien
Produktionsdatum
2014
Altersfreigabe
6+
Kinostart
Do., 06. November 2014
arte
Mo., 15.10.
20:15 - 22:40


Mike Leigh zeigt in "Mr. Turner – Meister des Lichts" den sperrigen Künstler hinter den berühmten stimmungsvollen Bildern.

Hätte es den britischen Maler William Turner (1775 – 1851) nicht gegeben, man hätte ihn für den Schauspieler Timothy Spall erfinden müssen. Der Mann, dessen Gesicht man aus den vielfältigsten (Neben-)Rollen ("The King's Speech", "Harry Potter") kennt, überzeugt hier in seiner ersten wirklichen Hauptrolle. Für die nahm er zwei Jahre Unterricht, um sich Turners Pinselstrich annähern zu können. Für seine Leistung in "Mr. Turner – Meister des Lichts" erhielt er den Darstellerpreis bei den Filmfestspielen in Cannes. ARTE bringt das preisgekrönte Drama jetzt als Free-TV-Premiere auf die Mattscheibe.

Die Natur in Öl und Aquarell, die Landschaft als Bühne für Stürme und Gewitter und dramatisch leuchtende Farben – Schönheit in Reinform. Wer glaubt, dass der Schöpfer dieser Gemälde selbst eine strahlende Persönlichkeit sein müsste, wird nun eines Besseren belehrt. Regisseur Mike Leigh beschreibt den Mann hinter den Bildern, den man lieber nicht kennengelernt hätte. Unzugänglich, mürrisch und mit einem fürchterlich großen Repertoire an Grunzlauten wirkt William Turner (Timothy Spall) geradezu abstoßend.

Mike Leigh zeigt, dass im Leben des "Meisters des Lichts" viel Dunkelheit herrschte. Das Abschieben der geistig kranken Mutter in ein Heim, in dem sie kurze Zeit später stirbt, verfolgt ihn. Zwar pflegt er zum Vater ein inniges Verhältnis, das ändert jedoch nichts an seinen Depressionen und seiner Unfähigkeit in Sachen Liebe. In seinem Haus in London kümmert sich das verhuschte Hausmädchen Hannah (Dorothy Atkinson) um alle seine Belange – einschließlich der sexuellen Befriedigung.

Der Film setzt 1826 auf dem Höhepunkt von William Turners Karriere ein. Als Mitglied der Royal Academy genießt er großes Ansehen. Sein neuer Stil jedoch, der die Konturen fast schon ins Unkenntliche verschwimmen lässt, verwirrt die Kollegen und sorgt für Spott. Der Film streift auch seine Faszination für das Technische, etwa die Eisenbahn, und folgt in scheinbar willkürlich ausgewählten Beobachtungen seinem Leben in den letzten 25 Jahren – das Malen an sich kommt dabei nur in wenigen Szenen vor.

So gelingt dem britischen Regisseur ein etwas zu langatmiges Biopic über seinen berühmten Landsmann, von dem sein erster Biograf sagt, der Mensch hinter den Bildern sei zu vernachlässigen. Ganz so schlimm ist es dann nicht, aber eines macht auch das hervorragende Spiel von Timothy Spall klar: Turner wurde von einer Begabung und Suche getrieben, die er selbst nicht ganz verstand. Einzig die hingebungsvolle Liebe der Witwe Mrs. Booth (Marion Bailey), die er in der Küstenstadt Margate trifft und mit der er ein Doppelleben beginnt, macht stutzig. Sie gehört zu den wenigen Menschen, die an seine schöne Seele glauben.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Mr. Turner - Meister des Lichts" finden Sie hier.


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Der Trailer zu "Mr. Turner - Meister des Lichts"

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