Mythos Katar - Wüstenstaat der Gegensätze
02.05.2026 • 15:45 - 16:30 Uhr
Natur + Reisen, Land + Leute
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Originaltitel
Mythos Katar - Wüstenstaat der Gegensätze
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2022
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Mythos Katar - Wüstenstaat der Gegensätze

Alles in Katar ist auf Doha ausgerichtet, die Hauptstadt an der Ostküste. Ihre imposante Skyline ist mittlerweile weltberühmt. Heute boomt Katar, Öl und Gas haben die Entwicklung des Emirats rasant beschleunigt. Abdullah Bin Hamad Al Attiyah ist daran nicht ganz unschuldig. Er gehört zu den handverlesenen Katari, die mit "Euer Exzellenz" angesprochen werden. Er ist ranghoher Staatsmann, Diplomat und kennt den Emir persönlich. Und Abdullah war 20 Jahre lang Katars Öl- und Energieminister. Den phänomenalen Aufschwung haben die Katari natürlich nicht allein geschafft, im Gegenteil. Es gibt nur rund 400.000 katarische Staatsbürger. Die Hauptlast, dieses Land voranzubringen, tragen die 2,2 Millionen Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter. Etwa acht von zehn Menschen, die in Katar leben, sind Migranten. Knapp eine Million von ihnen arbeitet auf den Baustellen des Emirats, die meisten kommen aus Nepal, Indien, Bangladesch oder den Philippinen. Ihre Schicksale lassen den Glanz des Emirats mitunter in einem ganz anderen Licht erscheinen. Die Bauarbeiter schuften bei zum Teil großer Hitze und für wenig Geld. Der Mindestlohn in Katar liegt bei 1.000 Ryal, gut 260 Euro. Für viele Menschen ist das Land ein korruptes, steinreiches Emirat voller Zwangsarbeiter ohne Rechte und Geschäftemacher mit dubiosen Machenschaften. Katar ist eine absolute Monarchie mit dem Emir an der Spitze. Es gibt nur wenige Orte hier, an denen sich Gastarbeiter und Einheimische auf Augenhöhe begegnen und dasselbe wollen. Das Beirut Restaurant ist so ein Ort. Für wenig Geld essen hier alle, Bauarbeiter, Akademiker, Zugewanderte, echte Kataris mit ihren Familien. Das Beirut gibt es schon seit 1959. Bis heute ist es fest in der Hand von Familie Shahin. Ursprünglich kommt die Familie aus dem Libanon. Stolz und Leidenschaft treiben auch Lolwa Al-Marri an. Ihr großes Ziel: die Olympischen Sommerspiele in Paris 2024. Sie möchte die erste katarische Triathletin bei Olympischen Spielen sein.

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