Nord bei Nordwest - Kobold Nr. Vier
23.01.2025 • 20:15 - 21:45 Uhr
Serie, Krimireihe
Lesermeinung
Als die Leiche einer Frau an der Schwanitzer Küstenlinie gefunden wird, trägt sie nichts bei sich außer einem Notizzettel mit den Worten "Kobold Nr. Vier".
Vergrößern
Ungewöhnliche Entdeckung am Schwanitzer Strand: Tierärztin Jule Christiansen (Marleen Lohse) und Mehmet Ösker (Cem Ali Gültekin).
Vergrößern
Jule (Marleen Lohse, l.) kümmert sich um Paula (Alissa Lazar, r.).
Vergrößern
Julia Mann (Nadine Quittner, r.) und Björn Rasmus (Matti Krause) führen nichts Gutes im Schilde (mit Antje Otterson).
Vergrößern
Originaltitel
Nord bei Nordwest
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2023
Altersfreigabe
12+
Serie, Krimireihe

Waffen vom Frühstückstisch!

Von Martina Maier

Nach drei neuen Filmen der Reihe zeigt das Erste diesmal eine Wiederholung von 2024. Kommissar Hauke Jacobs und Kollegin Hannah Wagner müssen eine harte Nuss knacken: Wer oder was ist "Kobold Nr. Vier", notiert auf einem Zettel in der Hand einer ermordeten Frau? Und was hat das Waisenkind Paula gesehen?

Ein Mädchen klingelt an einem idyllisch im Grünen gelegenen roten Haus. Kekse möchte es verkaufen, fürs Waisenhaus, denn dort wohnt das Kind. "Komm rein, ich kauf' dir welche ab", sagt der freundliche Mann an der Tür. Das Mädchen geht hinein – und wird Augenblicke später Zeugin einer üblen Schießerei, bei der mehrere Menschen getötet werden. Der 21. "Nord bei Nordwest"-Krimi mit dem Titel "Kobold Nr. Vier" (Regie: Steffi Doehlemann, Buch: Holger Karsten Schmidt), der im Januar 2024 Premiere feierte, ist nun als Wiederholung zur gewohnten Sendezeit am Donnerstagabend zur Primetime zu sehen. Schon die überraschend harten Eingangsszenen versprechen eine fesselnde Geschichte, und wer dranbleibt, wird nicht enttäuscht.

Wie die Waise den Gaunern eine lange Nase macht

Paula (toll: Alissa Lazar), die zwölfjährige Waise, kann den Tatort unbeschadet verlassen, ist aber fortan auf der Flucht: Sie weiß, dass die Täter sie gesehen haben. Zur Polizei zu gehen, wagt sie nicht. Schließlich hat sich das Ganovenpärchen, das ins Haus eingedrungen ist, als Cops ausgegeben. Trotzdem treten Kommissar Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) und seine Partnerin Hannah Wagner (Jana Klinge) auf den Plan, noch bevor sie auf die Mordopfer im Haus stoßen. Ein großes Rätsel gibt ihnen dabei der Zettel auf, den die Tote in der Hand hält: "Kobold Nr. Vier" steht darauf. Welcher Kobold ist hier gemeint?

Zu dieser Zeit sitzt Anhalterin Paula längst im Taxi von Mehmet Ösker (Cem Ali Gültekin), der das verschlossene Kind nichtsahnend mitgenommen hat und zum Waisenhaus fährt. Nun drängt sich erst einmal die Frage auf, was man sich dabei gedacht hat, dieses Kinderheim derart klischeebeladen auszustatten: Nicht nur, dass die Waisenmädchen alle brav in uniformierten dunkelblauen Trägerkleidchen daherkommen, nein, Paula hat ihr quietschendes 19.-Jahrhundert-Bett mit den Kugeln auf den Bettpfosten ganz allein auf dem kahlen, hölzernen Dachboden stehen. Falls das ihre Einsamkeit und Verzweiflung unterstreichen soll, funktioniert es. Etwas bemüht wirkt auch die Szene, als sich Paula vor ihrem Verfolger auf der Toilette versteckt: Der Böse stupst mit der Waffe eine Klotür nach der anderen auf, während die Gute aus der letzten Kabine innerhalb eines Wimpernschlags in die vorletzte zurück flüchtet, natürlich unentdeckt. War in "Der letzte Zeuge" großartig, überrascht aber schon lange nicht mehr.

Die Schwanitzer Dorfpolizisten, die wider Willen mit "Verstärkung" aus Hamburg in Person von Eva Wendt-Diedrichshagen (Stephanie Kämmerer) zusammenarbeiten müssen, tappen auch nach dem Fund der Leichen aus dem Haus eine Weile vollkommen im Dunkeln, denn hier ist nichts, wie es scheint, was der Zuschauer schon lange vor den Ermittlern weiß. Interessant ist dabei das Spiel mit Kontrasten, das sich von Beginn an durch den Film zieht: Eine Gruppe Erwachsener beim scheinbar entspannten Frühstück, bis plötzlich eine Waffe neben dem Brötchenteller liegt, die Kekse verkaufende Waise im plötzlichen Kugelhagel.

Es macht Spaß, Hauke, der so viel denkt und so wenig sagt, beim allmählichen Verstehen zuzusehen. Möchtegern-Held Mehmet, der wieder einmal die Ermittlungen bereichert, diesmal aber vor allem Tierärztin Jule (Marleen Lohse) und ganz besonders deren Goldfisch unterstützt, sorgen für den einen oder anderen Lacher in einer an sich ziemlich ernsten Geschichte.

Nord bei Nordwest: Kobold Nr. Vier – Do. 23.01. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Das Buch "Du bist das Problem, das ich  mir wünsche."
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Du bist das Problem, das ich mir wünsche. Konflikte humorvoll lösen"

Iris Gavric und Matthias Renger, bekannt für ihren Bestseller "Shitmoves", widmen sich in ihrem neuen Buch "Du bist das Problem, das ich mir wünsche" den Herausforderungen in zwischenmenschlichen Beziehungen. Mit Humor und persönlichen Beispielen zeigen sie kreative Streit-Hacks.
Eine Person steht am Meer im Sonnenuntergang und streckt die Arme aus. Darüber ein Schriftzug "Aktiv und Gesund".
Gesundheit

Gesundheitssendungen in der Mediathek abrufen

Gesundheitssendungen im TV sind oft nicht im passenden Sendezeitpunkt zu sehen. Dank der Mediatheken der Sender kann man verpasste Sendungen jederzeit online nachholen.
Andrea Kern.
Gesundheit

Das hilft sanft und schnell bei Verstopfung

Eine Stammkundin berichtet von Verdauungsproblemen. Der Apotheker empfiehlt ballaststoffreiche Ernährung und pflanzliche Mittel wie Flohsamenschalen und Sennesfrüchte für schnelle Abhilfe.
Eine Weltkarte mit einem Strohhut, einem Kompass und zwei Spritzen.
Reise

Gut geschützt auf Reisen

Damit eine Fernreise wirklich Spaß macht, muss sie gut geplant sein. Dazu gehört auch, rechtzeitig an den notwendigen Impfschutz zu denken. prisma gibt einen kleinen Überblick über wichtige Impfungen und wann der beste Impfzeitraum ist
Axel Beyer hält sein neues Buch in der Hand.
HALLO!

Axel Beyer über sein neues Buch: „Hunde sind kein Spielzeug“

Axel Beyer hat ein neues Buch vorgelegt. Nach seinem Roman „Immer nur aufregen ist auch keine Lösung“, geht es in seinem neuen Buch „Zwei Fellnasen ziehen um“, erschienen bei Rowohlt, um den besten Freund des Menschen. Prisma hat ihn gesprochen.
Ein Mensch lehnt Wein ab.
Gesundheit

Dry January: Pause für den Körper

Im Januar verzichten viele Menschen auf Alkohol, um ihrem Körper etwas Gutes zu tun. Der Verzicht verbessert die Gesundheit und wirkt sich positiv auf Leber, Herz-Kreislauf-System und Schlaf aus. Zudem gibt man Kindern ein gutes Vorbild.