RESPEKT kompakt
10.02.2026 • 11:45 - 12:05 Uhr
Info, Gesellschaft + Soziales
Lesermeinung
Moderatorin Christina Wolf.
Vergrößern
Logo "Respekt"
Vergrößern
Die Moderatoren (von links): Rainer Maria Jilg, Sabine Pusch und Ramo Ali.
Vergrößern
Die Moderatoren (von links): Rainer Maria Jilg, Sabine Pusch und Ramo Ali.
Vergrößern
Originaltitel
Respekt
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Altersfreigabe
12+
Info, Gesellschaft + Soziales

RESPEKT kompakt

Die oft unverfänglich gemeinte Frage "Wo kommst du her?" wird meist Menschen gestellt, von denen etwa wegen ihres Aussehens, ihres Namens, oder wegen eines möglichen Dialekts angenommen wird, dass sie, "fremd" seien. Problematisch ist die Frage nach der Herkunft, da sie den Gefragten meist deshab gestellt wird, weil diese vermeintlich "anders" seien. Die Frage "Wo kommst du her?" trifft damit indirekt eine Aussage, "du gehörst nicht hierher bzw. dazu". Eine Aussage, die großen Einfluss auf das Selbstbild der Gefragten haben kann. Respekt-Moderatorin Christina Wolf trifft die Nürnbergerin Lena. Ihre leiblichen Eltern kommen aus Eritrea und den USA. Sie selbst wurde nach der Geburt zur Adoption freigegeben und wuchs bei einer deutschen, weißen Familie auf. Aufgrund ihrer Hautfarbe kennt die waschechte Fränkin Lena die Frage "Wo kommst du her?" nur zu gut. Und sie ist nicht nur genervt von der Frage, sie tut weh. Schließlich zeigen die Fragenden Lena damit, dass sie nicht wirklich hierher gehört. Dass sich diese Zweifel an der Zugehörigkeit tief in die eigene Identität eingraben können, weiß auch Cara. Kurz nach der Wiedervereinigung in Thüringen geboren und aufgewachsen, erfuhr sie erst während ihres Studiums im westdeutschen Hildesheim, dass sie "Ostdeutsche" sei. Bisher spielte ihre Herkunft keine Rolle. Erst im "Westen" wurde ihr durch die immer wieder gestellte Frage nach der Herkunft und der erstaunten Feststellung, dass sie - die geborene Thüringerin - ja gar kein Sächsisch spreche, deutlich gemacht, dass sie anders sei. Das "Ostdeutsche" wurde zum Teil ihrer Identität. Ebenso ergeht es Erkan, den Moderatorin Christina Wolf in München trifft. Seine Eltern kamen in den 1970er Jahren aus der Türkei nach Deutschland. Weil sie beide arbeiteten, wuchs Erkan unter Woche bei einer Leih-Oma im oberbayerischen Reichertshausen auf - mit Schweinebraten, bayerischer Tracht und bayerischen Traditionen. Als die Eltern weniger arbeiten mussten, konnten sie Erkan endlich zu sich nehmen. Er lernte türkisch und erweiterte seine Identität um das, was ihm seine Eltern nahebrachten. Wird er gefragt "wo kommst du her?", antwortet er auf bayerisch oder auf türkisch - je nach Stimmungslage. Er nimmt die Frage nicht böse, wünscht sich aber, dass die (vermeintliche) Herkunft endlich keine Rolle mehr spielt. © Bayerischer Rundfunk 2021 Mehr Informationen unter: www.br.de/respekt

Das beste aus dem magazin

Dr. Thomas Schneider im Porträt.
Gesundheit

Fersenbein: Ein Bruch kann jahrelang Folgen haben

Fersenbeinbrüche sind komplex und führen oft zu jahrelangen Beschwerden. Ein 38-jähriger Patient berichtet von den Folgen seines Unfalls und den Möglichkeiten zur Behandlung und Linderung der Schmerzen.
Laura Larsson vor dem Plakat ihrer Sendung "Neo Social Club".
HALLO!

Laura Larsson über ihre neue Show "Neo Social Club": "Zur richtigen Zeit am richtigen Ort"

Laura Larsson macht sich vor allem durch ihre Podcasts „Herrengedeck“ und „Zum Scheitern Verurteilt“ einen Namen. Ab Februar hat sie eine eigene Comedy-Show bei ZDFneo – nach dem US-Vorbild „After Midnight“. Im Interview verrät sie, was das Publikum erwarten kann.
Die Band FRONTM3N auf der Bühne.
Star-News

Klassiker im neuen Gewand: Mick Wilson von FRONTM3N

Mit „Now And Then“ bringen die FRONTM3N ein ganz besonderes Album zu ihrem zehnten Geburtstag heraus. prisma sprach mit Mick Wilson zu den Hintergründen.
Die lilane Schleife, die für Solidarität mit Krebs steht.
Gesundheit

Weltkrebstag am 4. Februar

Am 4. Februar wird der Weltkrebstag begangen, um auf die Verbindung und die individuellen Geschichten von Krebspatienten aufmerksam zu machen. Unter dem Motto "Gemeinsam. Einzigartig!" soll ein menschenzentrierter Ansatz in der Behandlung gefördert werden.
Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser ist Oberarzt 
und Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Kardiologie am Sana-Klinikum Remscheid und bekannt als „Doc Esser“ in TV, 
Hörfunk und als Buchautor.
Gesundheit

Gesünder leben: Viele kleine Schritte führen zum Ziel

Neujahrsvorsätze sind oft zum Scheitern verurteilt. Warum das so ist und wie man es besser machen kann, zeigt dieser Artikel: mit realistischen Zielen und Pausen statt Stress.
Magnesium-Tabletten in der Hand.
Gesundheit

Warum Magnesium so wichtig ist

Magnesium ist ein unverzichtbarer Mineralstoff im Körper, der über 600 Enzyme aktiviert und viele Stoffwechselprozesse steuert. Wichtig für Muskeln, Herz und Blutdruck.