Rampage - Big Meets Bigger
29.04.2023 • 20:15 - 22:15 Uhr
Spielfilm, Actionfilm
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Rampage
Produktionsland
USA
Produktionsdatum
2018
Altersfreigabe
12+
Spielfilm, Actionfilm

Zerstörung deluxe

Von Sarah Schindler

Dwayne Johnson ist ein Erfolgsgarant – zumindest was den Actionblockbuster-Markt der letzten Jahre betrifft. Sei der Inhalt noch so dünn, Johnson pumpt genug Charme und Actionwitz in jede Produktion. So auch in "Rampage – Big Meets Bigger", den SAT.1 nun zur Primetime wiederholt.

"Rampage – Big Meets Bigger" hat seinen Ursprung auf dem Bildschirm. Allerdings nicht als Film oder Serie, sondern als Videospiel. Ziel beim Game aus dem Jahre 1986 und dessen Nachfolgern ist es, Häuser zu zerstören. Wahlweise als riesiger Gorilla, Dinosaurier oder überdimensionierter Wolf. Am besten natürlich im Zocker-Wettstreit gegeneinander. Das einfache Spielprinzip genügte Regisseur Brad Peyton und den Drehbuchautoren offenbar, um aus dem Stoff einen Hollywood-Streifen (2018) zu machen. SAT.1 wiederholt den Streifen nun zur besten Sendezeit. Der Film macht Spaß – wenn man sich darauf einlässt. Das liegt aber vor allem an Dwayne Johnson und seinen CGI-Gefährten.

Davis Okoye (Johnson) liebt Tiere, insbesondere Primaten haben es dem Forscher angetan. Menschen sind dafür nicht so sein Ding. Deswegen pflegt er lieber seine Beziehungen zu den Menschenaffen – besonders zum Albino-Gorilla namens George. Ihn hat Davis aufgezogen, die beiden verbindet mehr als so manche zwischenmenschliche Beziehung.

Umso schlimmer ist es für den Primatenforscher, als George mit einer mysteriösen Substanz in Berührung kommt, die den Affen zu einem gigantischen Monster werden lässt. Doch nicht nur George ist von der seltsamen Mutation betroffen, auch zwei weitere Tiere wachsen zu monströsen Gestalten: ein Wolf und ein Urzeitkrokodil. Gemeinsam mit Dr. Kate Caldwell (Naomi Harris), einer Gentechnikerin, die sich gegen ihr Unternehmen, das für die Mutationen verantwortlich ist, auflehnt, versucht Davis, die Tiere und die Welt vor ihnen zu retten.

Wenig Tiefgang, dafür monströse Riesentiere

Wie schon beim Katastrophen-Blockbuster "San Andreas" (2015) hat Regisseur Brad Peyton auch "Rampage" passgenau auf Hauptdarsteller Dwayne Johnson zugeschnitten. Der charismatische Hüne mit dem einnehmenden Lächeln ist wie gemacht für Filme, in denen Städte auf phänomenale Weise durch Naturkatastrophen oder Riesentiere zerstört werden. Dass man Abstriche bei der Story und der inneren Logik machen muss, sollte klar sein. Denn Johnsons Präsenz lenkt beabsichtigt von riesigen Kratern im Action-Plot ab. Fast schon amüsant sind dafür die Dialoge. Sie grenzen oft an Dummheit, sorgen aber genau deswegen für den einen oder anderen Lacher.

Während man sich nicht lange mit der Handlung auseinandersetzen muss, kann man sich die CGI-Monster, die sich Chicago zum Ziel ihrer Wutausbrüche machen, gut anschauen. Zwar ist der Megawolf eher krude umgesetzt, dafür überwältigen der weiße Riesengorilla und die godzillaartige Urzeitechse umso mehr. Das entschädigt dann auch für die erste halbe Stunde voll pseudowissenschaftlichem Gerede und Möchtegern-Emotionalität.

Denn wer sich "Rampage – Big Meets Bigger" anguckt, der weiß natürlich vorher, was ihn erwartet: Johnson, CGI-Monster und ein actiongeladenes Spektakel ohne viel Tiefgang. Mehr ist der Streifen nicht. Weniger aber auch nicht, und somit ist "Rampage" astreines Popcorn-Kino für den Filmeabend zu Hause – mit Dwayne Johnson und monströsen Riesentieren!

"Rampage – Big Meets Bigger" – Sa. 29.04. – SAT.1: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Yared Dibaba lacht.
HALLO!

Yared Dibaba: "Ich möchte mich einbringen, in den Dialog gehen"

Yared Dibaba reflektiert in seinem neuen Buch „Bin da, wer noch?“ über seine persönliche Reise von Äthiopien nach Deutschland und die Bedeutung von Vielfalt und Identität.
Das Buch „Der Tod ist dein letzter großer Termin. Ein Bestatter erzählt vom Leben“ von Christoph Kuckelkorn
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Der Tod ist dein letzter großer Termin. Ein Bestatter erzählt vom Leben"

Christoph Kuckelkorn, bekannt als Bestatter und ehemaliger Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, beschreibt in seiner neuen Biografie die Gemeinsamkeiten zwischen Bestattungen und Karneval. Er gibt Einblicke in sein Berufsleben und seine persönlichen Erfahrungen mit Trauer und Verlust.
Dr. Julia Fischer lacht.
Gesundheit

Fettleber ohne Alkohol – wenn der Stoffwechsel die Leber angreift

Eine 60-Jährige aus Rheinland-Pfalz kämpft mit einer stoffwechselbedingten Fettlebererkrankung. Trotz fehlender Symptome kann diese Krankheit schwerwiegende Folgen haben, wie erhöhte Risiken für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Intensive Betreuung im Leberzentrum Mainz und eine Ernährungsumstellung helfen ihr, die Krankheit in den Griff zu bekommen.
Ein Paar steht im Sonnenuntergang am Strand und hat sich in den Armen.
Reise

Ein schöner Urlaub für alle: Barrierefrei reisen

Barrierefreies Reisen ist für Menschen mit verschiedenen Einschränkungen möglich. Ob Unterkunft, Sehenswürdigkeiten oder Mobilitätsservice – "Reisen für alle" bietet die passende Lösung.
Das Buch „Nimm den Zwängen die Macht. Zwangsstörungen und Zwangsgedanken verstehen, sich ihnen stellen und Freiheit zurückgewinnen “
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Nimm den Zwängen die Macht"

Zwangsstörungen belasten Betroffene und sind oft schwer nachvollziehbar. Ein neuer Ratgeber erklärt die Unterschiede zwischen Marotten und krankhaften Zwängen und gibt wertvolle Tipps zur Überwindung.
Midge Ure guckt in die Ferne.
HALLO!

Midge Ure: "Es ist entweder mutig oder komplett verrückt"

Midge Ure, ehemaliger Frontmann von Ultravox, kehrt mit einem neuen Doppel-Album zurück. Im Interview spricht er über seine musikalische Entwicklung, den Einfluss von Kraftwerk und seine Entscheidung für ein Doppel-Album.