Rockpalast
02.03.2026 • 02:40 - 06:05 Uhr
Musik, Rock + Pop
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WESTDEUTSCHER RUNDFUNK KÖLN Rockpalast Veranstaltung - Logo
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
1981
Musik, Rock + Pop

Rockpalast

Der Mann hat bis heute viele Fans, und manchmal ist er auch selbst einer. Zum Beispiel dann, wenn es um Live-Konzerte im Fernsehen geht. 1980 war's, als Pete Townshend im englischen Fernsehen die 7. Rockpalast-Nacht sah. Auf der Bühne in der Essener Grugahalle standen Graham Parker, Jack Bruce und The Police – und der Gitarrist der Who war schwer angetan. Von der Dringlichkeit des Events, von der Unmittelbarkeit der Veranstaltung, von ihrem Eins-zu-eins-Charakter. Wenn Musik im Fernsehen stattfindet, dann bitte so. Unverstellt, direkt, in voller Länge. Der Rest ist, so viel Klischee darf an dieser Stelle mal sein, Geschichte. Peter Rüchel, 2019 verstorbener Begründer der Rockpalast-Sendung, traf Townshend anlässlich einer Bandprobe im Londoner Rainbow. Man kam ins Gespräch, näherte sich an, verstand sich. 1981 waren The Who im Line-up der 8. Rockpalast-Nacht und spielten dort ein intensives Set, inklusive ihrer Klassiker wie "Substitute", "Baba O'Reilly", "Pinball Wizard", "Won't Get Fooled Again" und natürlich "My Generation". Es gibt ein paar Legenden darüber, warum es Grateful Dead drei Jahrzehnte miteinander ausgehalten haben. Eine davon geht so: weil die Band es geschafft hat, die unterschiedlichen Meinungen und Verhaltensweisen der Musiker nebeneinander stehen zu lassen. Was die Vorgespräche im Hinblick auf den Rockpalast-Auftritt der kalifornischen Gruppe angeht, ist diese These korrekt. Peter Rüchel weilte in London, in einer Suite in einem Londoner Hotel wollten man Details klären. Was so mittelprächtig gelang. Schlagzeuger Bill Kreutzmann schaute sich lieber mit seinem Sohn ein Rugby-Spiel im Fernsehen an. Rhythmus-Gitarrist Bob Weir kam gerade von einer Jogging-Runde im Hyde-Park. Frontmann Jerry Garcia indes kam kurz rein, musste noch mal schnell ins Nebenzimmer und ward in der nächsten Stunde nicht mehr gesehen. Dass Grateful Dead in der Essener Grugahalle dann trotz oder gerade wegen der übersichtlichen Absprachen im Vorfeld ein konzertantes Ausdauertraining auf die Bühne brachten: Hippie-Ehrensache. Grateful Dead jammten, improvisierten und dehnten ihre Songs zwischen Folk-Rock, Country-Rock, Psychedelic Rock und Jazz auf XXL – allein "The Beast" brachte es auf stramme 24 Minuten. Was die "Deadheads" vor der Bühne genauso begeisterte wie einen Musikerkollegen. Obwohl er schon ein eigenes Set in den Gitarrensaiten hatte, hielt es Pete Townshend nicht backstage. Es musste, die Uhr stand auf vier Uhr morgens, zurück auf die Bühne. Und jammte mit den Grateful Dead.

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