Vertreibung 1945 - Deutsche auf der Flucht
06.07.2025 • 23:45 - 00:30 Uhr
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Bei Kriegsende sind Millionen Deutsche aus den ehemaligen Ostgebieten auf der Flucht. "Terra X History" erzählt ihre Geschichten von Aufbruch, Leid und Zuversicht.
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Vor 80 Jahren, im Juli 1945, verfügen die alliierten Siegermächte in Potsdam über das Schicksal von Millionen Menschen: Deutschland verliert seine Ostgebiete und die Bevölkerung dort ihre Heimat. Von links: Churchill, Truman, Stalin
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Originaltitel
Vertreibung 1945 - Deutsche auf der Flucht
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Info, Geschichte

Vom Leid durch Flucht und Vertreibung

Von Hans Czerny

80 Jahre nach Kriegsende erinnert "Terra X History" an die kollektive Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten.

Etwa 12 bis 14 Millionen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten aufgrund des Potsdamer Abkommens ab 1945 vertrieben – vor allem aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien und dem Sudetenland. 80 Jahre nach Kriegsende erinnert "Terra X History" an die kollektive Vertreibung.

Begründet wurde die Vertreibung der Deutschen vor allem mit dem Unrecht, das der heimischen Bevölkerung in den jeweiligen Ländern wiederfahren war. Bis zur Konferenz von Potsdam der drei Siegermächte im Juli 1945 hatte es bereits spontane Vertreibungen und Übergriffe mit vielen Opfern gegeben – ein Umstand, der nicht wenige Deutsche später zu einer subjektiven Opferrolle verhalf. "Terra X History" zeigt mithilfe von Zeitzeugen – darunter die Schauspielerinnen Ingrid van Bergen (heute 93) und Eva-Maria Hagen (1934 – 2022) -, wie sehr die deutschen Flüchtlinge unter der rüden Vertreibung zu leiden hatten.

Ingrid van Bergen ("Rosen für den Staatsanwalt") floh bereits Anfang 1945 in einer abenteuerlichen Schiffsflucht mit ihrer Mutter und drei Geschwistern aus Danzig zunächst nach Dänemark und später nach Reutlingen. Von einer Vergewaltigung als 13-Jährige erzählte sie der Mutter nie.

Eva-Maria Hagen, die "Brigitte Bardot der DDR", spielte später in über 50 Defa-Filmen mit, wurde im Sommer 1945 aus Brandenburg im Zuge der "Zwangsumsiedlung" vertrieben. Sie erinnert sich ihrerseits an wochenlange Aufenthalte in Güterzügen und Auffanglagern, stets begleitet von Hunger und Hitze. Van Bergen wie Hagen konnten sich später in ihrer neuen Heimat durchsetzen und machten als Schauspielerinnen Karriere.

Dritter im Bund der Zeitzeugen ist das 1943 in Breslau geborene Mitglied der Bürgerbewegung Neues Forum und spätere Präsident des Deutschen Bundestags, Wolfgang Thierse. Nach der Vertreibung aus Breslau siedelte sich seine Familie in Eisfeld in Thüringen an. Thierse erinnert sich an die noch fremde neue Heimat der Kindheit und kommentiert die Flucht und Vertreibung der Deutschen, mit der auch die innerdeutsche Teilung begann.

Terra X History: Vertreibung 1945 – Deutsche auf der Flucht – So. 06.07. – ZDF: 23.45 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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