Wenn Helfen gefährlich wird
27.08.2024 • 22:15 - 22:45 Uhr
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Originaltitel
Wenn Helfen gefährlich wird - Einsatzkräfte in Not
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
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Wer hilft den Rettern in der Not?

Von Elisa Eberle

Angriffe auf Einsatzkräfte werden immer häufiger. Auch die berufliche Belastung durch steigenden Personalmangel nimmt zu. Welche Maßnahmen die Zukunft von Polizei, Feuerwehr und Co. sichern soll, zeigt das ZDF in einer neuen Ausgabe der Reportagereihe "37°".

Sie wollen Menschen in Not helfen und werden selbst zu Opfern: Zusätzlich zu den berufsbedingten Gefahren werden Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zunehmend bedroht, beleidigt und angegriffen. Rund 80.000 Angriffe auf Einsatzkräfte gab es bundesweit im Jahr 2022. Für das Jahr 2023 meldete die Polizei noch im Dezember einen Anstieg von 15 Prozent, bei der Feuerwehr geht man von einem Anstieg von rund 30 Prozent aus. Wie gehen die Betroffenen mit der stetig wachsenden Belastung um? Welche Hilfsangebote und Gegenmaßnahmen gibt es? Die ZDF-Reportage "37°: Wenn Helfen gefährlich wird" blickt hinter die Kulissen.

Unter Federführung von Anja Michaeli begleitet die Filmcrew Menschen wie Adrian Wentzel: Als Feuerwehrmann und Pressesprecher der Berliner Feuerwehr war er in der für gewaltvolle Ausschreitungen bekannten Silvesternacht 2022/2023 im Einsatz und wurde selbst angegriffen. Zum Jahreswechsel 2023 auf 2024 soll er erneut Dienst schieben. Wie gehen er, seine Kolleginnen und Kollegen mit der gesteigerten Nervosität im Team um? Werden ihre Schutzmaßnahmen dieses Mal ausreichen?

Seelsorge bei der Polizei

Auf ein erweitertes Sicherheitskonzept setzt auch das Krankenhaus Frankfurt-Sachsenhausen. Durch die geografische Nähe zur Frankfurter Partymeile haben es die Beschäftigten hier täglich mit Verletzten, Betrunkenen und Drogenabhängigen zu tun. Bijan Dilmaghani, der Chefarzt in der Notaufnahme, gibt an, dass 20 Prozent seiner Patientinnen und Patienten während der Behandlung unter Drogeneinfluss stehen. Zusammen mit den aufgrund von Personalmangel langen Wartezeiten kommt es nicht selten zu Anfeindungen und Angriffen. Für derartige Situationen werden Deeskalations- und Selbstverteidigungskurse für die Belegschaft angeboten. Um das Personal besser zu schützen, hat die Klinikleitung zudem Notschalter installiert und Panikräume eingerichtet. Doch reicht das?

Wie es Polizistinnen und Polizisten nach einem traumatischen Erlebnis geht, wissen Ilona und Angela von der Beratungsstelle der Polizeidirektion Oldenburg: Als speziell ausgebildete Fachkräfte unterstützen sie ihre Kolleginnen und Kollegen in beruflichen oder privaten Krisensituationen. Damit sie die geschilderten Erlebnisse von verwesten Leichen, Kindesmisshandlungen oder Suiziden selbst besser verarbeiten können, nehmen sie an Supervisionen und Teamtagen mit dem Polizeiseelsorger teil. In der Doku berichten sie von Angebotslücken und von der Angst vieler Polizistinnen und Polizisten vor möglichen Repressalien.

37°: Wenn Helfen gefährlich wird – Di. 27.08. – ZDF: 22.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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