Wilsberg - Trügerische Sicherheit
03.01.2026 • 20:30 - 22:00 Uhr
Serie, Krimireihe
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Georg Wilsberg (Leonard Lansink) spürt wenn Lügen in der Luft liegen.
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Georg Wilsberg (Leonard Lansink) - der chaotische Privatdetektiv ist immer mit einem Bein im Gefängnis.
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Georg Wilsberg (Leonard Lansink)
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Georg Wilsberg (Leonard Lansink)
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Originaltitel
Wilsberg
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Altersfreigabe
12+
Serie, Krimireihe

Papa Wilsberg und sein Sohn Ekki müssen zum Therapeuten

Von Susanne Bald

Den ersten "Wilsberg"-Film im neuen Jahr sollte man nicht verpassen, denn Wilsberg, Ekki, Overbeck und Co. legen so einige komödiantische Leckerbissen hin. Ermittelt wird natürlich auch: Ein spendabler Münsteraner Bürger wurde ermordet, die Motivlage bleibt über eine lange Strecke unklar.

Wilsberg (Leonard Lansink) ist schon ein selbstloser Freund: Als Tessa (Patricia Meeden), Anwältin und enge Vertraute, über ihren anstrengenden Job klagt, rät ihr Ekki (Oliver Korittke), der Dritte im Bunde, zu einem Ausgleich. – "In meinem Laden ist immer was zu tun", schlägt der Antiquar und Privatdetektiv Wilsberg vor. "Ich dachte da eher an was Ehrenamtliches", erwidert Tessa. "Ja, selbstverständlich", so Wilsberg. "Ich auch."

Der 88. Fall der ZDF-Kultkrimireihe, "Wilsberg – Trügerische Sicherheit", am Samstagabend beginnt vielversprechend. Denn genau für solche Szenen und Frotzeleien schalten die Fans doch regelmäßig ein. Die Kriminalfälle sind da eher das Gerüst, die Bühne für die Darsteller. Und die dürften diesmal ganz besonders viel Spaß gehabt haben, denn Drehbuchautor Stefan Rogall und Regisseur Martin Enlen haben so ziemliche jede(n) von ihnen mit ganz besonderen Szenen beschenkt – und die Menschen vor den Bildschirmen gleich mit.

Der Wohltäter Henry Möbius wurde in seiner Villa erschossen. Zuletzt hatte es vermehrt Einbrüche in der Gegend gegeben. Ein Einbruch mit Todesfolge also? Oder gezielter Mord? Hauptkommissarin Anna Springer (Rita Russek) und Kommissar Overbeck (Roland Jankowsky) versuchen, den Tathergang zu rekonstruieren. Die leise Komik, in der die Darsteller das spielen, weckt kurz Erinnerungen an Margaret Rutherfords schrullige Miss Marple und ihren treuen, aber bisweilen etwas einfältigen Gefährten Mister Stringer.

Die Wilsberg'schen Zufälle

Wilsberg observiert derweil im Auftrag von Sina Beerfeld (Judith Bohle) deren Sohn Nils (Julius Gause). Der Halbwüchsige – hier ist er schon, der erste der Wilsbergschen Zufälle in diesem Fall – führt den Detektiv geradewegs in den Fall Möbius hinein. Denn Wilsberg entpuppt sich als Teenie-Flüsterer, und Nils verrät ihm, dass er seinen Stiefvater Julian (Timur Isik) für den Mörder hält.

Eine andere Spur führt zu einem Jugendzentrum, das von Möbius finanziert wurde. Genau hier hat Tessa ganz zufällig ihr Ehrenamt gefunden. Da kann sie ja gleich mal ein bisschen für Wilsberg herumschnüffeln. Genau wie Finanzbeamte Ekki, der ebenso zufällig gerade wegen veruntreuter Gelder im Zentrum nachforscht. Kam Möbius dahinter und musste deswegen sterben? Oder ist Björn Asbeck (Serkan Kaya) der Täter? Der Psychologe war von Möbius gefeuert worden.

Wilsberg und Ekki in Höchstform

Als Ekki und Wilsberg Asbeck befragen wollen, hält der Therapeut sie für seine neuen Patienten, Vater und Sohn. Da spielen die Freunde doch einfach mal mit und das umwerfend komisch. Etwa wenn "Vater" Wilsberg seinen "Filius" streng ermahnt: "Ekkehard, nicht in dem Ton!" – "Sie sind ja früh Vater geworden, oder?", fragt Asbeck Wilsberg. "Ja, leider" – "Was soll'n das heißen?", scheint Ekki ernsthaft entrüstet. Hach, man möchte es am liebsten umarmen, dieses seltsame Paar. Übrigens: Leonard Lansink und Oliver Korittke trennen gerade einmal zwölf Jahre ...

Einen sehr speziellen Auftritt haben auch Kommissar Overbeck, seine Kollegin Isabel Wolfangel (Sarah Alles-Shahkarami) und Thuong Nhi (Mai Duong Kieu) von der Taskforce "Einbruch": Der Möbius-Mörder erpresst nämlich die Polizei, sonst werde es weitere Tote geben. Das Trio mit sechs Fäusten soll die Geldübergabe observieren und legt dabei eine handfeste Actionfilm-Parodie hin.

Die sonst so reservierte Anwältin Tessa wiederum darf sich in einer mitreißenden Tanzszene einmal von ihrer lockeren Seite zeigen. Dass Patricia Meeden das so überzeugend gelingt, kommt nicht von ungefähr: Sie ist auch Bühnentänzerin und Musicaldarstellerin.

Und der Fall? Der wird natürlich auch gelöst werden. Nach einigen weiteren Zufällen und Überraschungen, versteht sich. Wer nicht bis zur Ausstrahlung warten möchte, kann "Wilsberg – Trügerische Sicherheit" vorab in der Mediathek streamen. Vier weitere Filme sind bereits angekündigt, die Ausstrahlungstermine stehen noch nicht fest.

"Wilsberg – Trügerische Sicherheit" – Sa. 03.01. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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