Wind - Die Vermessung des großen Luftozeans
21.10.2024 • 22:53 - 00:26 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Wind - Die Vermessung des großen Luftozeans
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Natur + Reisen, Natur + Umwelt

Läuft die Forschung den Umweltkatastrophen hinterher?

Von Hans Czerny

Während Meereserwärmung und Überschwemmungen inzwischen an der Tagesordnung sind, forschen Wissenschaftler an allen Ecken und Enden der Welt unverdrossen nach den Ursachen des Klimawandels. Jahrzehntelang wurden sie nicht gehört.

Läuft die Forschung neuerdings den Umweltkatastrophen hinterher – oder wurde die Wissenschaft jahrzehntelang einfach nicht gehört? Der Dokumentarfilmer Alexander Riedel ist weite Wege gegangen und hat internationalen Umweltforschern für sein durchaus packendes Roadmovie "Wind – Die Vermessung des großen Luftozeans" an den entlegensten Orten der Welt über die Schulter geschaut.

Welche größeren Zusammenhänge zwischen den gegenwärtigen meteorologischen Veränderungen und unserem menschlichen Handeln sind nachweisbar? Bei der Beantwortung dieser Frage wird Riedel vom Meteorologen und ZDF-Moderator Özden Terli begleitet. Sie treffen auf Spitzbergen auf Forscher des Leibnizinstituts, die mittels Klimamodellen die Erwärmung der Arktis besser verstehen wollen und mithilfe von Forschungsflugzeugen die Änderung der Luftmassen in der Arktis messen, sie erfahren auf dem Forschungsschiff "Polarstern" von Schmutzpartikeln, die sich vom Festland her auf die Ozeane verteilen. Bis zur endgültigen Vermessung des "großen Luftozeans" ist es noch immer ein weiter Weg.

"Das Wetter gehorcht physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Das ist es, was jede Wetterlage für mich spannend macht", erklärt ZDF-Wettermann Terli im Interview. "Wind empfinde ich dabei als ein besonders faszinierendes Phänomen, weil er alles transportiert, zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit und die Prozesse in der Atmosphäre, die damit zusammenhängen, aber auch Schadstoffe aus Industrieanlagen oder das Kohlendioxid, das sich mithilfe des Windes gleichmäßig auf dem ganzen Planeten verteilt." Wind selbst, so Terli, "ist unsichtbar und steht niemals still. Wir können ihn aber erst sehen, wenn Wolken über den Himmel ziehen oder andere Dinge seine Kraft sichtbar machen." Stürme, sagt der Meteorologe, "auch wenn sie gefährlich sein können, haben mich schon immer begeistert, weil sie zeigen, wie sich Luftmassen bewegen".

Die 90-Minuten-Doku "Wind – Die Vermessung des großen Luftozeans", die den Windströmungen rund um den Globus folgt, ist der Auftakt zu einer dreiteiligen 3sat-Reihe, in der sich alles um Winde, Stürme und Jetstreams dreht. Die Reihe wird am 21. November, um 20.15 Uhr, fortgesetzt.

Wind – Die Vermessung des großen Luftozeans – Mo. 21.10. – 3sat: 22.50 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

privat
HALLO!

Vom Selbstfindungs-Trip zum eigenen Buch: Carina Kruse

Carina Amara Kruse ist 29, als ihr Leben zu einem Trümmerhaufen wird – Liebe weg, Job weg. Doch statt in Selbstmitleid zu versinken, reist sie allein nach Bali, Indien und Neuseeland. Aus ihrer Reise entsteht schließlich das Buch „The Journey“.
WDR Herby Sachs
Gesundheit

TOFI: Normalgewichtig, aber Adipositas

Gesundheit ist mehr als nur das Gewicht auf der Waage. Warum Menschen mit normalem BMI und Bauchfett ein höheres Risiko für Krankheiten haben können als leicht Übergewichtige mit aktiver Lebensweise.
Eine ältere Frau hält ein Wasserglas mit Schmerzen.
Gesundheit

Welt-Parkinson-Tag am 11. April

Am 11. April wird der Welt-Parkinson-Tag begangen, um auf die Erkrankung aufmerksam zu machen. Anlässlich des Tages sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, darunter eine Online-Veranstaltung der Parkinson Stiftung.
Mathias Liebing mit verschränkten Armen.
HALLO!

Mathias Liebing: „Der Fußball gehört im Osten wieder zur regionalen Kultur“

Mathias Liebing hat nach seiner Biografie über Norbert Nachtweih nun das Buch „Plattgemacht“ über die Entwicklung des Fußballs in Ost-Deutschland nach der Wende geschrieben. Im Gespräch mit prisma gibt er interessante Einblicke in die ostdeutsche Fußballseele.
Eine Grafik zum Weltgesundheitstag.
Gesundheit

Die Gesundheit im Blick

Der Weltgesundheitstag wird jährlich am 7. April gefeiert und erinnert an die Gründung der WHO 1948. Das diesjährige Thema lautet: "Gemeinsam für die Gesundheit. An der Seite der Wissenschaft". Deutschland begeht diesen Tag seit 1954 mit angepassten Schwerpunkten.
Dr. med. Ramtin Knuschke in einem weißen Kittel.
Gesundheit

Bluthochdruck: Was hilft, wenn Tabletten nicht mehr reichen?

Bluthochdruck bleibt oft trotz Medikamenten ein Problem. Die Nierennervenablation kann neuen Halt bieten, indem sie gezielt Nervenfasern in der Nierenarterie verödet.