Serie, Zeichentrickserie
Wir Kinder aus dem Möwenweg
Wir reißen aus: Die Kinder vom Möwenweg haben die Nase voll von ihren Eltern. Sie wollen nicht länger zuhause bleiben, sondern den Rest ihrer Tage in einer selbstgebauten Hütte am Feuerwehrteich verbringen. Doch auszureißen von Zuhause ist leicht. Etwas ganz anderes ist es aber, sich ohne Dach über dem Kopf etwas zu essen zu besorgen und es warm und trocken zu haben. Unter solchen Umständen fragt es sich schnell, wie lange die Begeisterung der Kinder anhalten wird. Erst sind es nur Tara und Petja, die sauer sind. Weil Papa sie nicht beim Anmalen der Wände brauchen kann. Doch dann treffen die zwei auf Laurin und Vincent, die Hausarrest haben und kurzerhand über den Balkon ins Freie klettern. Und als dann auch noch Fritzi, Jul und Tieneke dazukommen, steht der Plan fest: die Kinder reißen aus. Sie wollen mit ihren doofen Eltern nichts mehr zu tun haben. Doch je weiter sie gehen, umso müder werden sie und sind letztlich heilfroh, dass sie beim Feuerwehrteich ankommen. Böte ihnen eine Hütte aus Zweigen bis zum letzten ihrer Tage Schutz? Jedenfalls bauen sie einen Unterschlupf, ein windiges, ungemütliches, viel zu enges und bei Regen nasses Etwas. Bis zum Ende des Lebens? Und kaum was zum Essen und Trinken in dieser "Wildnis"? Ehrlich gesagt, verlässt die Kinder schnell der Mut und wird durch die Hoffnung ersetzt, dass die Eltern sie allesamt ganz furchtbar vermisst haben, wenn sie jetzt zurück nach Hause rennen. Wir beschatten Voisins: "Räuber und Gendarm" zu spielen, ist unterhaltsam. Viel interessanter ist es natürlich, wenn man als Gendarm tatsächlich einem Räuber - noch dazu in der Nachbarschaft - auf die Schliche kommt. Verdächtig erschien den Möwenwegkindern Nachbar Voisin schon immer. Doch was sich da alles an Kisten in seiner Garage türmt, weckt nun endgültig das detektivische Interesse von Tara und ihren Freunden. Sammelt sich da etwa Diebesgut? Dass Herr Voisin nicht gerade als bester Freund der Kinder gilt, ist bekannt. Doch ob er deswegen gleich ein Verbrecher sein muss? Genau das ist es aber, was sich Petja, Tara, Maus, Laurin, Vincent, Fritzi, Jul und Tieneke plötzlich einbilden. Ist es nicht höchst verdächtig, dass der Mann in seiner Garage einen ganzen Berg von Kartons stapelt? Liegt es nicht geradezu auf der Hand, dass in diesen Kartons etwas verborgen ist, was niemand sehen soll? Geklaute Handys vielleicht? Die Kinder vom Möwenweg machen sich auf Verbrecherjagd. Natürlich braucht es nicht lange, bis Herr Voisin sich als Mittelpunkt einer ungewollten Aufmerksamkeit empfindet und die Kinder in barschem Ton zurecht weißt. Doch die lassen sich nicht von ihren ‚Ermittlungen' abhalten. Selbst dann nicht, als Taras Vater Wind von den Vermutungen bekommt und Petja, Maus und Tara solch einen Unsinn verbietet. Es hilft nichts: die Kinder dringen in Voisins Garage ein und nehmen die Kartons ordentlich unter die Lupe.