ZDFzeit
30.04.2019 • 20:15 - 21:00 Uhr
Report, Gesellschaft und Politik
Lesermeinung
"Geburtsort der Weimarer Republik": Die deutschen Dichter und Denker Goethe und Schiller als Statuen vor dem Weimarer Nationaltheater, in dem sich ab Februar 1919 die erste demokratische Nationalversammlung zusammenfand.
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"Deutschland und Europa": Vor dem Reichstag in Berlin wehen dauerhaft bundesdeutsche Flaggen und auch eine Europafahne.
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"Sternstunde der Demokratie": Der Präsident des parlamentarischen Rates, Konrad Adenauer, bei der Unterzeichnung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949  in Bonn.
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"Wir sind das Volk!": Jeden Tag strömen interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Deutschen Bundestag und erfahren im Innern des Reichstags Wissenswertes über die Demokratie und die Arbeit der Volksvertretung.
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"Ihr Völker der Welt": Auf dem Platz der Republik vor dem Reichstag versammeln sich am 9. September 1948 über 350 000 Menschen, um gegen die Berlin-Blockade und für Freiheit und Demokratie zu demonstrieren.  Berlins Bürgermeister Ernst Reuter fordert dort internationalen Beistand für Berlin.
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Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2019
Report, Gesellschaft und Politik

Haben wir wieder "Weimarer Verhältnisse"?

Von Maximilian Haase

70 Jahre Grundgesetz, 100 Jahre Weimarer Republik – zwei Jubiläen lassen das ZDF zurückblicken: "Wir Deutschen und die Demokratie", das war nicht immer ein einfaches Verhältnis. Dabei fragt die Doku auch: Ist der demokratische Konsens heute wieder in Gefahr?

In diesem Jahr lassen zwei der wichtigsten Jahrestage der deutschen Geschichte den Blick auf die hierzulande nicht immer wohl gelittene Demokratie gleiten: 70 Jahre Bundesrepublik und der 100. Jahrestag der Weimarer Verfassung werden ausgiebig begangen – sind daber nicht ausschließlich Anlass für ungetrübte Freude. Nicht wenige sehen auch heute die demokratischen Institutionen und den republikanischen Konsens in Gefahr – bisweilen werden gar "Weimarer Verhältnisse" heraufbeschworen.

Anlässlich der Demokratie-Jubiläen blickt das Zweite in seiner Reihe "ZDFzeit" auf die Enstehung und Geschichte der beiden deutschen Demokratien und fragt, ob die Angst vor einer Art Wiederholung der Geschichte gerechtfertigt ist. "Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie birgt Lehren, die dabei helfen können, die Gegenwart auszuloten", weiß die Dokumentation "Wir Deutschen und die Demokratie", die für die Analyse Historiker und Politikwissenschaftler zu Wort kommen lässt. Über ihre Erfahrungen mit unserer Regierungsform berichten auch Prominente wie Wolfgang Niedecken, Tim Mälzer und Michael Kessler.

Warum scheiterte die 1919 gegründete Weimarer Republik? Stimmt es, dass es eine "Demokratie ohne Demokraten" war? Die Experten relativieren dieses Bild ein wenig und zeigen die nicht unerhebliche Akzeptanz jener fortschrittlichen ersten Demokratie auf deutschem Boden auf. Sie analysieren mit Blick auf Massenarbeitslosigkeit, Wirtschaftkrise und Anfeindungen aus allen Lagern aber auch ihren Untergang und den Weg in die Diktatur.

Was lernten die Erschaffer des Grundgesetzes 1949 aus dieser schrecklichen Niederlage der Demokratie? Wie gelang es, dass Bonn nicht zu Weimar wurde? Und wie verlässlich sind die demokratischen Institutionen angesichts erschwerter Regierungsbildungen, politischer Polarisierung und dauerhaftem Rechtsruck heute?


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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