planet e.: Wer für die Energiewende zahlt
19.04.2026 • 15:30 - 16:15 Uhr
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
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Originaltitel
planet e.
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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planet e.: Wer für die Energiewende zahlt

Wir stecken mitten in der Energiewende. Lange ging es nur um den Ausbau erneuerbarer Energien. Jetzt schiebt sich eine andere Frage in den Vordergrund: Wer zahlt den Preis dafür? Daten zeigen: Die Zustimmung zur Transformation sinkt besonders bei Haushalten, die unter Kostendruck stehen. Viele spüren es an ihrer Strom- und Heizrechnung: Der Umbau zur Klimaneutralität wird maßgeblich durch private Haushalte finanziert. Die Energiewende ist die Hauptursache, warum Deutschland aktuell den höchsten Strompreis in Europa hat - ein Problem für Unternehmen und Verbraucher. Für viele ist das inzwischen sogar die neue soziale Frage. "Transformationen haben Verteilungseffekte", erklärt Andreas Goldthau von der Willy Brandt School of Public Policy in Erfurt, "es gibt Verlierer und es gibt Gewinner. Und Verlierer sollten nicht alleine dastehen, und Gewinner sollten nicht alles abschöpfen. Der Wohlfahrtsstaat hat eine wichtige Rolle zu spielen. Und all das muss zusammengreifen, sonst gelingt die Wende nicht." Die Doku zeigt mit exklusiven Berechnungen der Hochschule Bochum am Beispiel von drei Haushalten: Der CO2-Preis trifft besonders Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, die nicht einfach auf E-Auto oder selbst produzierten Solarstrom umsteigen können. Brigitte Knopf vom Berliner Thinktank Zukunft KlimaSozial kritisiert eine "Förderpolitik mit der Gießkanne" wie beispielsweise beim bisherigen Umweltbonus für Elektroautos, "wo wir dann gesehen haben, dass obere Einkommen viel mehr davon profitiert haben." Eine Untersuchung von Brigitte Knopf macht klar, dass vor allem Haushalte mit Eigenheim und höherem Einkommen, die in nachhaltige Technologien wie Wärmepumpe oder Solardach investieren können, Zuschüsse bekommen haben. Lediglich rund 14 Prozent der Ausgaben hatten explizit einen sozialen Fokus. Die Doku sucht nach Lösungsansätzen und schaut sich an Beispielhaushalten an, wie eine Umverteilung der Lasten aussehen könnte.

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