Ah Wah arbeitet als kleiner Gangster für die berüchtigten "Triaden" (die chinesische Mafia) in Hongkong. Sein Leben ist nicht gerade vom Feinsten, aber er kommt so über die Runden. Sorgen macht ihm sein Kumpel Fly (der sogenannte kleine Bruder), der sich im Zocken nicht bremsen kann und - wie üblich - bei den falschen Leuten Schulden gemacht hat. Dann taucht plötzlich Wahs lungenkranke Cousine Ngor auf. Er verliebt sich in sie...

Wong Kar-wai hat sich in den Nenzigerjahren mit seinen eigenwilligen Filmen "Chungking Express" und "Fallen Angels - Gefallene Engel" einen Namen als künstlerisch ambitionierter Regisseur im beinahe ausschließlich vom Kommerz bestimmten Hongkong-Kino gemacht. "As Tears Go By" war sein Erstlingswerk, und es zeigt bereits Kar-wais typische Stilmittel. Er mixt Action mit sehr verspielten und artifiziellen Kameraexperimenten, spart nicht mit knalligen Farben und Filmzitaten aus der Nouvelle Vague und dem Film noir. Hauptdarstellerin Maggie Cheung zählt zu den bekanntesten Stars in Hongkong. Für den Franzosen Olivier Assayas stand sie 1996 in "Irma Vep" (einer Hommage an Louis Feuillades "Les Vampires" von 1915/16) als sie selbst vor der Kamera.

Foto: ZDF/Wai-keung Lau/Alamode Film