Chinon, im Februar 1429. Die französische Bauerntochter Jeanne beruft sich auf einen Auftrag des Himmels, als sie am Hofe Charles VII. verkündet, sie sei gekommen, um das Land von den Engländern zu befreien. Ihre gläubige Zuversicht beeindruckt den bedrängten Herrscher und seine Ratgeber. Man schickt die junge Frau zum Heer, wo ihr Mut und der feste Glaube an ihre Mission entscheidend dazu beitragen, das belagerte Orléans freizukämpfen. Aber Jeanne d'Arc hat nicht nur Freunde...

Kaum eine andere historische Person ist so faszinierend und mysteriös wie die französische Freiheitskämpferin Jeanne d'Arc (1412-1431). Jacques Rivette verfilmte ihr Leben in diesem zweiteiligen, insgesamt vierstündigen Historiendrama. Der Film ist weniger spektakuläres Schlachtgetümmel (in der Tat wirken die 30-Mann-Massenszenen ein wenig theaterhaft), sondern ein ruhig erzähltes Frauen-Portrait. Er zeichnet so das Bild einer Jeanne d'Arc, die nicht der Welt entrückt ist, sondern eine junge, selbstbewußte Frau, die ihrer Zeit weit voraus war. 1999 entstanden drei weitere Verfilmungen um die Freiheitskämpferin: Christian Duguay drehte "Jeanne d'Arc - Die Frau des Jahrtausends" mit Leelee Sobieski, Luc Besson inszenierte mit seiner Frau Milla Jovovich "Johanna von Orleans" und Mira Sorvino spielte die schöne Streiterin unter der Regie von Ronald F. Maxwell.