Als am 22. November 1963 der US-Präsident John F. Kennedy bei einem Attentat in Dallas ermordet wird, ist ein Täter schnell gefunden: Lee Harvey Oswald. Doch schon zwei Tage später, bevor er aussagen kann, wird er von Nachtklubbesitzer Jack Ruby erschossen. Der Fall wird zu den Akten gelegt. Nur Staatsanwalt Jim Garrison, aufrechter Streiter für die Wahrheit, sieht Widersprüche und ermittelt weiter. Dabei stößt er nicht nur auf Widerstände, er zieht auch eine Spur dews Todes hinter sich her ...

Oliver Stones Polit-Thriller ist eine virtuose Montage aus Spielszenen, tatsächlichem und nachgestelltem Dokumentarmaterial, dazu gibt es zahlreiche assoziative Bildfolgen, für die Stone berühmt ist. Als der Film herauskam, musste sich Stone verschiedentlich dem Vorwurf der Geschichtsklitterung aussetzen, er habe für seine Version der Ereignisse eine letztlich ebenfalls unbeweisbare Konstruktion aus dem Hut gezaubert. Doch wichtig ist, dass Stone offensichtliche Logiklöcher in der offiziellen Sicht aufzeigt und eine andere Lösung anbietet. Daneben agiert Kevin Costner allerdings ziemlich hölzern, auch hat er einige arg naive Drehbuchzeilen aufzusagen.

Foto: Warner