Auf der Tigerjagd im indischen Dschungel arrangiert der böse Sohat einen "Unfall" mit Pfeil und Bogen um seinen Cousin, König Ranjit, zu ermorden und den Platz des jungen Herrschers einzunehmen. Doch Ranjit überlebt das Attentat und wird in der Hütte des Einsiedlers Kanwa geheilt. Dort verliebt er sich in die schöne Tochter des Hauses, Sunita, die ebenfalls von Ranjit angetan ist. Die Schuld Sohats an dem Anschlag bleibt unentdeckt. Als Sunita und Ranjit ihre Hochzeit planen, nutzt Sohat die Liebe und Spielsucht des Königs, um erneut eine finstere Verschwörung auszuhecken ...

Kaum jemand kennt noch Franz Osten (1876-1956), den deutschen Regisseur von über 60 Spielfilmen. Die Filmgeschichte hat ihn vergessen, der einer der kühnsten Filmpioniere in Süddeutschland war und den sozial engagierten indischen Film der Dreißigerjahre prägte. Sie hat auch seinen Ruhm vergessen, den er erwarb, als er in den Zwanzigerjahren in Indien an Originalschauplätzen aufwändige, historische Filme drehte. Getragen von der Exotikwelle im frühen Weimarer Kino wagte er ein abenteuerliches Unternehmen: 1925 verliess er die geschützten Glasateliers der heimatlichen "Emelka" und dreht den Buddha-Film "Die Leuchte Asiens" in Indien, vier Jahre später entstand diese tragische Historienromanze mit auch heute noch beeindruckenden Naturaufnahmen und guten schauspielerischen Leistungen.

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