Dr. Dre (Corey Hawkins), Ice Cube (O'Shea Jackson Jr.) und Eazy-E (Jason Mitchell) sind nur drei Beispiele dafür, dass aus der "gefährlichsten Stadt der USA" in den 80er-Jahren, Compton, eine ganze Menge Rap-Talent die Bühnen der Welt eroberte.

Noch heute ist ihr Einfluss spürbar und Musiker wie Dr. Dre haben es geschafft, vom kleinkriminellen Straßenjungen zu bedeutenden Mogulen aufzusteigen.

Rap-Geschichtsunterricht

Genau diese Geschichte erzählt "Straight Outta Compton". Ungeschönt, roh und mit jeder Menge Groove kommt dieses Biopic daher. Dabei halten sich Erfolg und Misserfolg der Musiker stets die Waage.

Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen in einer Nachbarschaft, in der Gewalt und Drogen an der Tagesordnung sind, formte F. Gary Gray, der seine Karriere mit der Inszenierung eines Ice-Cube Musikvideos begann, das Porträt einer ganzen Kultur. Aufkeimende Hoffnung, gewaltiges Potenzial und erste kleine Meilensteine in der Laufbahn der Akteure werden immer wieder von Rückschlägen, Bandengewalt und Resignation in krassen Kontrast gesetzt.

Hip-Hop- und Rap-Fans kommen dabei ebenso auf ihre Kosten wie Neulinge der Genres. Denn Gray arbeitet die Stationen der Biografien der Protagonisten gründlich ab.

Yo, Alter!

Einzig die deutsche Synchronisation verdirbt hierzulande den Spaß. Gerade die Sprache der Afroamerikaner der 80er-Jahre stellt einen wesentlichen Einfluss auf deren Musikkultur dar und lässt sich mit ein paar "Alter", "Krass" und "Yo Man's" nicht einmal ansatzweise übersetzen. Wer die Möglichkeit hat, die Originalfassung zu sehen, sollte diese in jedem Fall vorziehen.


Sehen Sie hier den Trailer zu "Straight Outta Compton":