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    Lex Barker

    • Geburtsname: Alexander Crichlow Barker Jr.
    • * Donnerstag, 8. Mai 1919 in Rye, New York, USA
    • † Freitag, 11. Mai 1973 in New York City, New York, USA

    Der einzig wahre Old Shatterhand: Lex Barker (r.) mit Ralf Wolter
    ¿T?
    Als Sohn wohlhabender Eltern in New York geboren, zog es Lex Barker bereits früh zum Film. Er war ein direkter Nachkomme von Roger Williams, dem Begründer der Kolonie auf Rhode Island, und von Sir William Henry Crichlow, einst General-Gouverneur von Barbados. Nach seiner zweifelhaften Karriere als Playboy der Princeton University nahm Lex Barker aktiv am Zweiten Weltkrieg teil und brachte es sogar bis zum Major. 1945 trat er als Küstenwächter erstmals in dem Film "Doll Face" und kurz danch in "Do You Love Me?" auf. Doch Barker war wenig auffällig.

    Erst als er 1948 Johnny Weissmueller als Tarzan-Darsteller ersetzte, gelang ihm der internationale Durchbruch. Bis 1953 war er in dieser Rolle fünfmal zu sehen: "Tarzan und das blaue Tal", "Tarzan und das Sklavenmädchen" (1950), "Tarzan und die Dschungelgöttin" (1951), "Tarzan, der Verteidiger des Dschungels" (1952) und "Tarzan bricht die Ketten" (1953). Anschließend drehte er einige mehr oder weniger belanglose Western und Abenteuerfilme wie etwa "Lederstrumpf: Der Wildtöter".

    Nach 16 Filmen zog Barker 1957 nach Europa, denn er sprach immerhin auch Französisch, Spanisch, Italienisch und Deutsch. Nach mehreren italienischen Abenteuerstreifen wie "Robin Hood und die Piraten" (1960) oder "Marco Polo" (1961) verbuchte er in den deutschen Karl-May-Filmen als Kara Ben Nemsi, Dr. Karl Sternau und vor allem Old Shatterhand internationale Erfolge. Außerdem war er in einigen Filmen als James Bond-Verschnitt zu sehen. So etwa als Joe Como vom FBI in "Im Stahlnetz des Dr. Mabuse" (1961) oder als Larry Stone in "Das Todesauge von Ceylon" (1962).

    Insgesamt spielte er in dieser Zeit weltweit in mehr als 50 Filmen: Deutschland, Frankreich, Italien, Brasilien, Jugoslawien, Spanien und sogar im Libanon. Seine wohl anspruchsvollste Rolle hatte er 1959 in Fellinis "La Dolce Vita - Das süße Leben". 1966 gewann er ein Bambi als bester ausländischer Schauspieler. Barker war fünfmal verheiratet. Seine bekanntesten Frauen waren die beiden Kolleginnen Arlene Dahl und Lana Turner. Die Ehe mit Turner war von Skandalen überschattet. Sein Sohn Christopher Barker versucht sich im deutschen Fernsehen ebenfalls als Schauspieler. Lex Barker starb drei Tage nach seinem 54. Geburtstag in New York auf offener Straße an einem Herzinfarkt.

    Die Filme mit Lex Barker nach Motiven von Karl May: "Der Schatz im Silbersee" (1962), "Winnetou I", "Old Shatterhand" (beide 1963), "Der Schut", "Winnetou II" (beide 1964), "Der Schatz der Azteken", "Die Pyramide des Sonnengottes", "Durchs wilde Kurdistan", "Im Reich des Silbernen Löwen", "Winnetou III" (alle 1965), "Winnetou und das Halbblut Apanatschi" (1966) und "Winnetou und Old Shatterhand im Tal der Toten" (1968).

    Weitere Filme mit Lex Barker: "Two Guys from Milwaukee", "Im Geheimdienst" (beide 1946), "Die Farmerstochter", "Im Kreuzfeuer", "Under the Tonto Rim", "Die Unbesiegten", "Dick Tracy Meets Gruesome" (alle 1947), "Nur meiner Frau zuliebe" (mit Cary Grant und Myrna Loy), "Die bronzene Göttin", "Der Schrecken von Texas" (alle 1948), "Battles of Chief Pontiac" (1952), "Donnernde Hufe", "Die Tempelwürger von Bangkok" (beide 1953), "Gold aus Nevada" (1954), "Duell mit dem Teufel", "Die Intrige der Lily Scarlett" (beide 1955), "Hölle des Dschungels", "Klar Schiff zum Gefecht", "The Price of Fear" (alle 1956), "Das Mädchen mit den schwarzen Strümpfen", "Rebell der roten Berge", "The Girl in the Kremlin" (alle 1957), "Strange Awakening", "Die Vergeltung des Roten Korsaren", "Robin Hood - Der Rebell" (beide 1958), "Terrore della maschera rossa", "Der Sohn des Roten Korsaren", "Mission in Morocco" (alle 1959), "Die Küste der Piraten", "Die Rache des roten Ritters" (beide 1960), "El Secreto de los hombres azules", "Der schwarze Brigant", "Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse", "Der Schatz der Suleika" (alle 1961), "Frauenarzt Dr. Sibelius" (1962), "Kali Yug - Die Göttin der Rache", "Kali Yug - Aufruhr in Indien", "Der Henker von Venedig", "Frühstück im Doppelbett" (alle 1963), "Die Verdammten der Blauen Berge" (1964), "Die Hölle von Manitoba", "In Beirut sind die Nächte lang" (beide 1965), "Mister Dynamit - Morgen küsst euch der Tod", "Wer kennt Jonny R.?", "Karneval der Killer" (alle 1966), "Die Schlangengrube und das Pendel", "Siebenmal lockt das Weib" (beide 1967), "Wenn du bei mir bist", "Aoom" (beide 1970) und schließlich sein letztes Werk mit dem bezeichnenden Titel "Wo alle Wege enden" (1973).


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