Raoul Walsh

Regisseur und Drehbuchautor Raoul Walsh Vergrößern
Regisseur und Drehbuchautor Raoul Walsh
Raoul Walsh
Geboren: 11.03.1887 in New York City, USA
Gestorben: 31.12.1980 in Simi Valley, Kalifornien, USA

Zweifellos war Raoul Walsh einer der ganz großen Regisseure Hollywoods. Er drehte hervorragende Western, fesselnde Abenteuerfilme, packende Kriminalgeschichten und witzige Komödien ebenso wie kommerzielle Durchschnittskost. Er brachte Stars wie Douglas Fairbanks sen., Errol Flynn, James Cagney, Humphrey Bogart, Gary Cooper, Clark Gable und Gregory Peck groß heraus oder forcierte zumindest deren Karriere. Daran lässt sich unschwer ablesen, dass Walsh am liebsten Helden in Szene setzte.

Raoul Walsh war jemand, der schon zu Stummfilmzeiten äußerst aktiv war. Bevor er 1913 zum Film kam, verdiente er seine Dollars als Seemann und Pferde-Einreiter, arbeitete aber schon ab 1910 als Schauspieler auf der Bühne. Bevor er 1915 als Regie-Assistent und Cutter von D.W. Griffith bei dessen Südstaaten-Epos "Die Geburt einer Nation" arbeitete und hier auch die Rolle des Lincoln-Attentäters John Wilkes Booth spielte, hatte Walsh bereits schon etliche Filme als Darsteller, Regisseur, Drehbuchautor, Requisiteur und Kameramann hinter sich. Bereits mit seinem ersten Langfilm "Regeneration" (ebenfalls 1915) hatte Walsh einen frühen Achtungserfolg.

Doch spätestens mit dem auch heute noch tricktechnisch bemerkenswerten Fantasy-Streifen "Der Dieb von Bagdad" (1924) mit einem wunderbar aufspielenden Douglas Fairbanks sr. gehörte er zu den Top-Regisseuren der amerikanischen Filmindustrie. Fortan konnte er auch mit den Stars jener Zeit drehen: Theda Bara, Pola Negri und Gloria Swanson standen ebenso bei ihm Schlange wie später Dolores Del Rio und Victor McLaglen. Er drehte häufig mit den gleichen Darstellern. Seine Bruder George Walsh zählt ebenso dazu wie seine erste Frau Miriam Cooper, die er 1916 ehelichte und von der er sich nur zehn Jahre später wieder scheiden ließ.

Die Umstellungen vom Stumm- zum Tonfilm bereiteten Walsh wenig Probleme und er arbeitete ebenso mühelos weiter wie er begonnen hatte. Walsh war es auch, der John Wayne 1930 die erste große Hauptrolle in dem Western-Epos "Der große Treck" gab - auch wenn es weitere neun Jahre brauchte, bis John Ford mit "Ringo - Höllenfahrt nach Santa Fé" Wayne endgültig zum Star machte.

Wie für Cecil B. DeMille die Reithose ein Markenzeichen war, war dies für Walsh die Augenklappe. Die hatte er lange vor seinen Regie-Kollegen John Ford, Nicholas Ray und Fritz Lang. Denn bei den Dreharbeiten zu dem Film "Der Teufel von Arizona" (1928) sprang ein aufgescheuchter Eselhase in die Windschutzscheibe seines Autos, was ihm nicht nur sein rechtes Auge, sondern auch die Hauptrolle kostete, die seinem Ersatzmann Warner Baxter den Oscar als besten Hauptdarsteller bescherte. Doch von solchen Nebensächlichkeiten ließ sich Walsh, der auch zu den 36 Gründungsmitgliedern der Academy of Motion Piction Arts and Sience gehörte, nicht beeinträchtigen. Erst gegen Ende seines Lebens erlitt er ein Beethovenschicksal: Da wurde er komplett blind. Dennoch starb er erst 1980 im betagten Alter von 93 Jahren, von denen er 58 Jahre im Filmgeschäft verbacht hatte. Seine letzte Arbeit für den Film war 1970 das Drehbuch zu "Der Delta-Faktor".

So etwas wie eine eigene Handschrift sucht man bei Raoul Walshs Filmen vergeblich. Er war ein handwerklich sorgfältig arbeitender Regisseur, der in jedem Genre einsetzbar war, aber eine deutliche Vorliebe für harte Kerle hatte und deshalb auch glänzend mit vielen als schwierig geltenden Schauspielern bestens zurecht kam. Errol Flynn etwa griff auch auf Walsh zurück, als seine Popularität durch den Prozess wegen Missbrauchs einer Minderjährigen und seiner Alkohol-Eskapaden enorm sank.

Weitere Filme unter Beteiligung von Raoul Walsh in der Stummfilmzeit: Als Darsteller - "The Detective's Stratagem" (nicht sicher), "The Pseudo Prodigal" (auch Regie, beide 1913), "The Old Fisherman's Story", "The Exposure", "Who Shot Bud Walton?" (auch Regie), "They Never Knew", "The Little Country Mouse", "Paid with Interest", "The Availing Prayer", "Out of the Deputy's Hands" (auch Regie), "Sands of Fate", "The Unpainted Portrait", "The Final Verdict", "Sierra Jim's Reformation" "The Second Mrs. Roebuck", "The Mystery of the Hindu Image" (auch Regie), "Lest We Forget", "The Only Clue", "The Angel of Contention", "The Rebellion of Kitty Belle", "The Double Knot" (auch Regie), "The Life of General Villa" (auch Kamera), "The Dishonored Medal", "The Great Leap: Until Death Do Us Part", "The Banker's Daughter", "The Baited Trap" (nicht sicher), "When Fate Frowned", "For His Master" (alle 1914), "The Celestial Code" (auch Regie), "The Smuggler" (auch Regie), "A Man for All That (auch Regie), "The Outlaw's Revenge", "The Artist's Wife", "The Greaser" (auch Regie), "The Fatal Black Bean" (auch Regie), "Home from the Sea" (auch Regie), "The Double Deception", "The Love Pirate" (alle 1915) und "... aber das Fleisch ist schwach" (auch Regie, 1928).

Als Regisseur - "The Bowery" (1914), "Carmen", "Peer Gynt", "A Bad Man and Others", "11:30 P.M.", "The Comeback", "The Fencing Master", "His Return", "The Fatal Black Bean", "The Death Dice", "Siren of Hell", "The Buried Hand", "The Lone Cowboy" (alle 1915), "Pillars of Society", "Blue Blood and Red", "The Serpent" (alle 1916), "The Pride of New York", "The Conqueror", "Betrayed", "The Innocent Sinner", "The Silent Lie", "The Honor System", "This Is the Life" (alle 1917), "I'll Say So", "Every Mother's Son" (1918), "The Prussian Cur", "On the Jump", "The Woman and the Law" (alle 1918), "Should a Husband Forgive?", "Evangeline" (beide 1919), "From Now On", "The Deep Purple", "The Strongest" (alle 1920), "Serenade", "The Oath" (beide 1921), "Kindred of the Dust" (1922), "Rosita" (ungenannt), "Lost and Found on a South Sea Island" (beide 1923), "Opfer des Blutes", "Das Herz des Stierkämpfers", "Der Wanderer" (alle 1925), "Rivalen", "The Lady of the Harem", "The Lucky Lady" (alle 1926), "Die Liebe vom Zigeuner stammt" (1927), "Der sprechende Affe" (beide 1927), "Me, Gangster" und "Die rote Tänzerin von Moskau" (beide 1928).

Weitere Regie-Arbeiten von Raoul Walsh in der Tonfilmzeit: "Kampfhähne der Liebe", "Hot for Paris" (beide 1929), "The Yellow Ticket", "Women of All Nations", "Die große Fahrt", "La gran jornada" (spanisch-sprachige Version), "The Man Who Came Back" (alle 1931), "Me and My Gal", "Wild Girl" (beide 1932), "Auf ins Paradies!", "Bowery", "Hello, Sister!", "Sailor's Luck", "Going Hollywood" (alle 1933), "Jeden Abend um acht", "Baby Face Harrington", "Under Pressure" (alle 1935), "Der Verschwender", "Große braune Augen", "Klondike Annie", "Spendthrift" (alle 1936), "Hitting a New High", "Artists & Models", "Gangster, Frauen und Brillanten", "O.H.M.S." (alle 1937), "College Swing" (1938), "St. Louis Blues", "Die wilden Zwanziger" mit Cagney und Bogart (beide 1939), "Entscheidung in der Sierra" mit Bogart, "Nachts unterwegs" wieder mit Bogart und George Raft, der Western "Schwarzes Kommando" (alle 1940), "Herzen in Flammen" mit Marlene Dietrich, "Schönste der Stadt" mit Olivia De Havilland, Cagney und Rita Hayworth, "Sein letztes Kommando" (alle 1941), "Gentleman Jim, der freche Kavalier", "Sabotageauftrag Berlin", "Spion im Orientexpress" (alle 1942), "Einsatz im Nordatlantik" (ungenannt), "Aufstand in Trollness" (ungenannt), "Blutiger Schnee" (alle 1943), "Auf Ehrenwort" (1944), "Der Held von Burma", "Ein Mann der Tat" (ungenannt), "Gauner und Gangster", "Der Engel mit der Trompete" (alle 1945), "Besuch in Kalifornien" (1946), "Stallion Road" (ungenannt), "Verfolgt", "Schmutzige Dollars" (alle 1947), "One Sunday Afternoon", "Fighter Squadron", "Der Herr der Silberminen" (alle 1948), "Ein tolles Gefühl" (nur ein Cameo-Auftritt), "Maschinenpistolen", "Vogelfrei" mit Cagney (alle 1949), "Montana" (ungenannt), "Des Königs Admiral" mit Gregory Peck, "Der Tiger" (ungenannt), "Den Hals in der Schlinge" mit Kirk Douglas und Virginia Mayo (beide 1951), "Die Teufelsbrigade", "Glory Alley", "Kampf um den Piratenschatz", "Sturmfahrt nach Alaska" (alle 1952), "Gefährliches Blut", "A Lion Is in the Streets", "Im Schatten des Korsen", "Mit der Waffe in der Hand" (alle 1953), "Saskatschewan" (1954), "Drei Rivalen", "Urlaub bis zum Wecken" (beide 1955), "Heißer Süden" mit Clark Gable, "Bungalow der Frauen" (beide 1956), "Weint um die Verdammten" (1957), der Kriegsfilm "Die Nackten und die Toten" mit Aldo Ray und Cliff Robertson (1958), "Sheriff wider Willen", "Das gibt's nur in Amerika" (beide 1959), "Das Schwert von Persien" (1960), "Teufelskerle in Fernost" (1961) und "Die blaue Eskadron" (1963).

Raoul Walsh schrieb auch zu vielen seiner Filme das Drehbuch (oder lieferte die Geschichten) und fungierte selbst oft auch als Produzent. Aber war aber auch der Produzent von Werken seiner Kollegen. Bei "Dangerous Business" (1920), "Camino del infierno" (1931) und "Happy-End im September" (ungenannt, 1961) war Walsh ausschließlich als Produzent tätig.

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