Die sogenannte "Legal Highs" gelten als brandgefährlich. Die Anzahl der Todesfälle in Deutschland soll sich mehr als verzehnfacht haben. Das liegt auch an ihrer kaum nachvollziehbaren Zusammenstellung, wie die 3sat-Doku "Neue Drogen: legal lebensgefährlich?" zeigt.

Begriffe wie Badesalz klingen harmlos. Nach versprochener Reinheit, irgendwie vielleicht auch ein bisschen nach Oma und guter, alter Zeit. Wer will schon hinter einer Duft- oder Kräutermischung Verwerfliches vermuten? Doch tatsächlich gibt es auch hier Grenzbereiche. Sogenannte "Legal Highs" gelten als brandgefährlich. Im Internet, gerade über ausländische Anbieter, hat sich ein blühender Markt für die angeblich legalen Drogen entwickelt. Und längst schlagen Wissenschaftler Alarm.

In der Reportage "Neue Drogen: legal lebensgefährlich?" von Christian Stracke und Anna-Lisa Gasteier heißt es, dass die angeblichen Produkte zur Entspannung oder Anregung nahezu allesamt Stoffe enthielten, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Ihre Gefahr liegt auch in einer kaum nachvollziehbaren Zusammenstellung. So wirken manche psychoaktive Substanzen wie Cannabis, Ecstasy oder Kokain. Allerdings um in Vielfaches stärker.

In der Folge eines unkontrollierbaren Konsums ist es bereits zu Todesfällen gekommen. Sie sollen sich allein in Deutschland sogar verzehnfacht haben. Verlässliche Zahlen allerdings gibt es nicht. Ebenso lassen sich die Langzeitfolgen des Gebrauchs von Legal Highs kaum einschätzen. Grund sind fehlende systematische Studien. Die Forscher kommen mit ihrer analysierenden Arbeit kaum nach. Denn immer neue synthetische Substanzen überschwemmen einen größer werdenden Markt.

Im Anschluss an die Wissenschaftsdokumentation am Donnerstagabend bei 3sat diskutiert Gert scobel ein vergleichbares Thema. Seine um 21 Uhr beginnende Talkrunde steht diesmal unter dem Titel: "Drogen als Medizin".


Quelle: teleschau – der Mediendienst