Eine neue 3sat-Dokumentation beschäftigt sich mit den Nachwirkungen der großen Anschläge, den Herausforderungen der Flüchtlingskrise und neuem Terror von rechts – und fragt, welche Verantwortung die Medien haben.

Es sind Schockmomente, die sich auch durch viele TV- und Internet-Bilder in das kollektive Gedächtnis der Weltgemeinschaft brannten: Auch wenn die akute Bedrohung durch den sogenannten "Islamischen Staat" scheinbar nachgelassen hat, kann sich fast jeder Europäer noch gut an die Terroranschläge in Paris, Nizza, Brüssel und Berlin erinnern. Die neue 3sat-Dokumentation "Europa – Der verunsicherte Kontinent" von Patrick Zeilhofer und Volker Wasmuth befasst sich mit der Stimmungslage auf einem von starken gesellschaftlichen Spannungen geprägten Kontinent.

Die Filmemacher sprechen mit Experten, darunter Terrorismusforscher Peter R. Neumann. Und sie stellen ausgerechnet im Massenmedium Fernsehen die bange Frage, welche Mitschuld die Medien an der Verbreitung traumatisierender Bilder tragen und ob sie damit nicht der Agenda der Terroristen folgen. Dazu beziehen in der sehenswerten Doku unter anderem "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt und Wulf Schmiese, Redaktionsleiter beim ZDF-"heute-journal" Stellung.

Fortgesetzt wird der 3sat-Themenschwerpunkt des Abends um 21.00 Uhr mit der Sendung "Der 3satThema Talk", den Vivian Perkovic moderiert. Um 21.15 Uhr folgt die Dokumentation "Europa – Die Folgen der Angst" von Joanna Michna und Candan Six-Sasmaz.


Quelle: teleschau – der Mediendienst