"Am Puls Deutschlands"

"#5JahreWirSchaffenDas": Was ist nach Angela Merkels berühmten Worten passiert?

von Julian Weinberger

Wie stehen die Deutschen fünf Jahre nach Angela Merkels berühmtem Satz zur Asylpolitik? Eine Frage, die Jochen Breyer und seine ZDF-Reportagereihe "Am Puls Deutschlands" auf den Plan ruft.

ZDF
Am Puls Deutschlands – #5JahreWirSchaffenDas
Reportage • 26.08.2020 • 22:50 Uhr

Menschen, wohin man schauen konnte, unzählige freiwillige Helfer und Flüchtlinge, die sich am Ziel einer langen Reise endlich in Sicherheit wähnten: Die Ankunftshallen deutscher Bahnhöfe wurden 2015 zu den ersten Hauptschauplätzen der sogenannten Flüchtlingskrise und eines zweifelsfreien Ausnahmejahres in der jüngeren deutschen Geschichte. Knapp 900.000 Menschen verließen ihre Heimat und suchten ihr Heil in der Flucht mit einem Ziel: der sichere Hafen Deutschland. Ein Satz, den man bis heute mit Flüchtlingspolitik von damals in der Verbindung bringt, ist Angela Merkels "Wir schaffen das." Fünf Jahre danach holt Jochen Breyer für seine Reihe "Am Puls Deutschlands" ein Stimmungsbild in der Bundesrepublik ein. Was von den geflügelten Worten ist geblieben?

Unter dem Hashtag #5JahreWirSchaffenDas startete der Moderator Anfang Juli einen Aufruf im ZDF und über die sozialen Medien und forderte die Menschen in Deutschland auf, ihre Sicht auf die Dinge zu teilen. Schließlich polarisiert "Wir schaffen das" bis heute. Auf der einen Seite stand und steht das Zitat für Gastfreundlichkeit, Solidarität und Unterstützung in der Not, was sich 2015 nicht zuletzt in einer "Refugees Welcome"-Haltung und anfangs sogar Applaus bei der Ankunft von Flüchtlingen zeigte. Auf der anderen Seite nahmen Kritiker der Flüchtlingspolitik Merkels Worte als Durchhalteparole wahr, deuteten sie als angebliche Einladung um und fürchteten um einen übermäßigen Zuzug von Ausländern.

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Was ist von der damals hochemotional geführten Debatte geblieben? Ist der Umgang der deutschen Politik mit der Flüchtlingskrise ein Erfolg? Oder wirklich das Desaster, von dem manche Reden? Wo sind die vielen Flüchtlinge gelandet? Und an welchen Stellen benötigt das Asylsystem weitere Anpassungen? Mit diesen Fragen und noch vielen mehr im Gepäck reist Jochen Breyer erneut durch die Bundesrepublik – und das bereits zum neunten Mal im Rahmen seiner Reportage-Reihe "Am Puls Deutschlands". Alleine in diesem Jahr ging Breyer bereits zweimal auf Sendung. Seine Themen waren dabei der Umgang der Deutschen mit der Corona-Krise und die Klimadebatte.

"Wir wollen ein großes Mosaik anbieten mit den Meinungen, die es in diesem Land gibt. Bei dem Streit um Meinungen gerät es oft in Vergessenheit, dass es viele unterschiedliche Auffassungen gibt und eben nicht die eine richtige", formuliert der 37-Jährige die Intention seiner Sendung. Außerdem wolle er Menschen das Gefühl geben, gehört zu werden: "Es ist wichtig, dass wir nicht nur mit Experten, Politikern und Wissenschaftlern sprechen, sondern auch mit den Menschen selbst." Übrigens: Demnächst feiert Jochen Breyer ein kleines Jubiläum. Dann steht die zehnte Sendung seiner ZDF-Reihe an.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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