Nur noch eine Auszeichnung

Berlinale 2021 trennt Schauspielerleistung nicht mehr nach Geschlechtern

Die Auszeichnungen für den besten Darsteller und die beste Darstellerin sind Geschichte – zumindest auf der Berlinale. Der Preis soll in Zukunft genderneutral vergeben werden.

Die Berlinale 2020 rutschte noch haarscharf an der Corona-Pandemie vorbei – sie fand Ende Februar statt. Nun sind die ersten Details zu den 71. Internationalen Filmfestspielen in Berlin bekannt gegeben worden: Das 1951 gegründete Filmfest, das für den Zeitraum 11. bis 21. Februar 2021 geplant ist, soll physisch und natürlich unter Einhaltung der "dann gültigen Rahmenbedingungen" stattfinden.

"Festivals und Märkte sind Orte der Begegnung und der Kommunikation. Das gilt für das Publikum ebenso wie für die Branche", so das Leitungs-Duo Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian. "In Zeiten der Corona-Pandemie ist noch deutlicher geworden, wie sehr wir auch analoge Erlebnisräume in der Kultur benötigen." Es solle die "größtmögliche Sicherheit aller Gäste" gewährleistet werden, heißt es. Genauere Angaben zur Struktur, dem Programm und der Anzahl der Filme sollen in den kommenden Wochen folgen. Sicher ist bisher nur, dass in den Kategorien "Generation Kplus" und "Generation 14plus" ausschließlich Langfilme und keine Kurzfilme mehr aufgenommen werden.

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Zudem betrifft eine besondere Änderung die verliehenen Preise: Sie sollen im nächsten Jahr genderneutral sein. So werden nicht mehr der beste Darsteller und die beste Darstellerin gekürt, sondern es wird zukünftig der "Silberne Bär für die Beste Schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle" verliehen. "Die Auszeichnungen im Schauspielfach nicht mehr nach Geschlechtern zu trennen, ist ein Signal für ein gendergerechteres Bewusstsein in der Filmbranche", so das Leitungsduo. Außerdem wird der "Silberne Bär Alfred-Bauer-Preis" wegen des nationalsozialistischen Hintergrund Bauers wie im Jahr 2020 auch in Zukunft nicht mehr verliehen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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