"Erlebnis Erde"

"Geisterkatzen (1)": Majestätische Jäger auf vier Pfoten

von Rupert Sommer

Der Luchs galt als nahezu ausgestorben, mittlerweile sind die scheuen Großkatzen in Teilen Europas wieder sehr präsent. Der erste Teile einer Doku-Reihe in der ARD gibt sich auf Spurensuche der majestätischen Tiere.

ARD
Erlebnis Erde: Geisterkatzen (1)
Dokumentation • 24.08.2020 • 20:15 Uhr

Wer schleicht bei Nacht, Nebel, aber auch in eisigen Wintern so scheinbar komplett lautlos und ohne Spuren zu hinterlassen durch den Wald? Der europäische Luchs, um den sich die erste Folge der spektakulär gefilmten ARD-Naturdokumentation "Erlebnis Erde: Geisterkatzen" vor allem dreht, ist ein Überlebenskünstler und ein Hoffnungssymbol für zupackenden Tierschutz. Noch vor wenigen Jahren waren die majestätischen Jäger wie vom Erdboden verschwunden – weil endgültig ausgerottet. Dank erfolgreicher Auswilderungsprogramme ist der Luchs nun vor allem im Böhmerwald, im tschechisch-deutsch-österreichischen Grenzgebiet wieder sehr präsent, wie der Film von Sigurd Tesche zeigt.

Der Filmemacher hat sich buchstäblich an die Pfoten einiger Luchse geheftet, die durch den Beitrag nach und nach zu engen Vertrauen werden. So sieht man, wie sich erwachsene Tiere finden, paaren und schon bald Nachwuchs aufziehen. Dabei sind alle Pinselohrträger, die das ARD-Team im Böhmerwald vor die Linse bekommen konnte, Nachkommen der Tiere, die in den 1970er- und 1980er-Jahren in der Region angesiedelt worden waren. In eindrucksvollen, selten zuvor gesehenen Bildern dokumentieren Tesche und sein Team das Leben eines der seltensten – und kamerascheuesten – Raubtiere Europas.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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