Free-TV-Premiere bei ProSieben

"The Darkest Minds – Die Überlebenden": Der Horror nach der Pandemie

von Jasmin Herzog

Auf der ganzen Welt fallen Kinder einer Pandemie zum Opfer. Für die Überlebenden geht der Horror in "The Darkest Minds" danach allerdings erst richtig los ...

ProSieben
The Darkest Minds – Die Überlebenden
Science Fiction • 22.08.2020 • 20:15 Uhr

Ob die Corona-Krise neue Geschichten rund um Pandemien eher pushen oder einbremsen wird, bleibt abzuwarten. Allerdings beflügeln solche Dystopien schon lange die Fantasie diverser Buchautoren, unter anderem von Alexandra Bracken. Deren Teenie-SciFi-Roman wurde 2018 als "The Darkest Minds – Die Überlebenden" verfilmt und ist nun auf ProSieben als Free-TV-Premiere zu sehen. Im Vorfeld der Geschichte fiel der Massenerkrankung allerdings eine ausgewählte und besonders schutzlose Gruppe zum Opfer: Kinder.

Die Story scheint auf den ersten Blick vielversprechend: Die verheerende Pandemie hat dafür gesorgt, dass eine Woche nach deren Ausbruch 90 Prozent der Kinder starben. Der Zuschauer erfährt dies aus den Erzählungen von Ruby (Amandla Stenberg, "Die Tribute von Panem"), die zu den wenigen Überlebenden gehört. Doch die Kinder, die der Seuche nicht zum Opfer fielen, haben sich verändert. Sie werden von der US-Regierung als gefährlich eingestuft, von ihren Familien getrennt und in Camps inhaftiert, in welchen sie nach Farben kategorisiert werden.

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Die "Grünen" sind harmlos, aber äußerst intelligent, die "Blauen" haben die Fähigkeit, Dinge nur mit ihren Gedanken zu bewegen. Die "Orangen" wiederum sind gefährlicher und mächtiger als alle anderen. Warum? Das wird am Anfang nicht ganz klar. Dass Ruby in die letzte Kategorie gehört, ist dagegen wenig überraschend. Mit 16 gelingt ihr schließlich die Flucht aus dem Camp, und sie schließt sich der Gruppe rund um den verwegenen Liam (Harris Dickinson) an. Der sucht mit seinen Mitstreitern einen Ort, an welchem Kinder angeblich in Frieden leben können. Doch der Weg dorthin ist gefährlich.

Ein bisschen "X-Men", noch ein Stück "Maze Runner" und eine ordentliche Portion "Tribute von Panem": Fertig ist "The Darkest Minds". Zwar hat die Teenie-Dystopie von Regisseurin Jennifer Yuh Nelson ihre Momente und auch die engagierten Jung-Schauspieler rund um Amandla Stenberg liefern eine gute Leistung ab, doch leider fühlt man sich als Zuschauer viel zu oft an diverse andere Young-Adult-Franchises erinnert.

Auch, dass die Produzenten Dan Levine und Shawn Levy an "Stranger Things" beteiligt waren, merkt man. Für Heranwachsende, die zuvor noch nicht viel Erfahrung in dem Genre gesammelt haben, dürfte der Film allerdings ganz unterhaltsam sein. Spannend ist die Story nämlich trotz alledem, leider fehlte nur der Mut für ein paar mehr Ecken und Kanten.

Theoretisch bleiben für die Zukunft noch die Romane "Furchtlose Liebe" sowie "Blut und Feuer" von Alexandra Bracken, um die Geschichte von Ruby weiterzuerzählen und die offenen Fragen des ersten Teils zu beantworten. Bleibt zu hoffen, dass eventuelle weitere Adaptionen – bisher sind sie nicht in Sicht – sich mehr trauen, als der erste Teil.

The Darkest Minds – Die Überlebenden – Sa. 22.08. – ProSieben: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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