Hollywood-Star

Schwarzenegger vergleicht Sturm auf das Kapitol mit Pogromen

In einem emotionalen Twitter-Video verurteilt Arnold Schwarzenegger nach dem Sturm auf das Kapitol den amtierenden US-Präsidenten und stellt Vergleiche zur Nazi-Zeit auf.

Es ist eine Rede an seine "amerikanischen Mitbürger und Freunde auf der ganzen Welt": Vier Tage nach dem Sturm von Trump-Anhängern auf das Kapitol in Washington hat sich der Schauspieler und Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger mit einer Videobotschaft zu Wort gemeldet. Der emotionale Clip wurde am Sonntag auf dem Twitter-Account des 73-Jährigen veröffentlicht.

"Präsident Trump ist ein gescheiterter Anführer", heißt es darin. "Er wird als der schlechteste Präsident aller Zeiten in die Geschichte eingehen." Er habe einen Putsch versucht, erklärt Schwarzenegger weiter, "indem er die Menschen mit Lügen in die Irre führte". Erklären könne er sich dieses Verhalten nicht: "Ich habe Zeit mit Donald verbracht. Niemals habe ich ihn so, wie er sich jetzt gibt, erlebt". Dennoch sieht der gebürtige Österreicher auch einen Hoffnungsschimmer: Amerika werde die dunklen Tage überwinden und gestärkt zurückkommen. Trump hingegen werde bald "so irrelevant sein wie ein alter Tweet".

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Damit war der "Terminator"-Star aber noch nicht fertig: Den Sturm auf das Kapitol am vergangenen Mittwoch verglich Schwarzenegger mit einem Ereignis aus der deutschen Vergangenheit, dem Judenpogrom von 1938. "Mittwoch war der Tag des zerbrochenen Glases hier in den USA", erklärte er in Anlehnung an die Kristallnacht. "Aber der Mob zerschmetterte nicht nur die Fenster des Kapitols. Er zerschmetterte die Ideen, die wir für selbstverständlich hielten", so Schwarzenegger. Die Angreifer hätten "auf den Prinzipien herumgetrampelt, auf denen unser Land gegründet wurde", fuhr er fort.

Auch persönliche Erinnerungen an seine Kindheit im Österrich der Nachkriegszeit band der gebürtige Steirer Schwarzenegger in seine Rede ein: Er selbst sei in den Ruinen eines Landes aufgewachsen, das seine Demokratie verlor. Er habe viele gebrochene Männer erlebt. Und auch damals habe alles mit "Lügen und Intoleranz" begonnen. Er wisse, dass die Menschen fürchteten, dass dieser Zustand auch in den USA eintreten könne. Er aber glaube das nicht und rief die Menschen deshalb zur Einigkeit auf: "Wir müssen über uns selbst, unsere Parteien und unsere Meinungsverschiedenheiten hinausschauen." Die Demokratie müsse für alle an erster Stelle stehen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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