Bitte um Kontaktaufnahme

Ashton Kutcher wendet sich auf Twitter an die SPD-Spitze

Was will Ashton Kutcher von der SPD? Der Hollywood-Star markierte in einem Tweet die Europaabgeordnete Birgit Sippel sowie die beiden SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans.

Als Birgit Sippel, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans am Mittwochabend Twitter öffneten, trauten sie vermutlich ihren Augen nicht. Dass die SPD-Politiker auf der Social-Media-Plattform um ein Statement zu einem politischen Thema gebeten werden, kommt sicher häufiger vor, diesmal wurden sie aber von einem waschechten Hollywood-Star markiert: Kein geringerer als Ashton Kutcher ("Two and a Half Men") wollte mit EU-Parlamentarierin Sippel sowie den beiden SPD-Vorsitzenden Esken und Walter-Borjans über ein ernstes Thema diskutieren. Der 42-Jährige würde sich demnach "über die Gelegenheit freuen, mit Ihnen über die Auswirkungen Ihrer Position zum EU-Kommunikationskodex über die Privatsphäre von missbrauchten Kindern zu sprechen".

"Bitte schicken Sie mir eine Direktnachricht" schrieb der Schauspieler an die Adresse der drei deutschen Sozialdemokraten, deren Namen der Großteil von Kutchers 17,5 Millionen Follower starken Twitter-Gefolgschaft sicher zum ersten Mal las. Saskia Eskens Antwort ließ nicht lange auf sich warten: "Ich bin Ihnen zurückgefolgt." Außerdem bedankte sie sich bei Kutcher für die Kontaktaufnahme und bat ihn ebenfalls um eine Direktnachricht. Am Donnerstagabend ließ Ashton Kutcher seine Follower dann wissen, er habe sowohl Esken als auch Sippel eine E-Mail geschickt und es werde wohl dazu kommen, dass man die Bemühungen öffentlich machen werde.

HALLO WOCHENENDE!
Noch mehr TV- und Streaming-Tipps, Promi-Interviews und attraktive Gewinnspiele: Zum Start ins Wochenende schicken wir Ihnen jeden Freitag unseren Newsletter aus der Redaktion.

Aber um welche Regelung ging es Kutcher genau? Das bleibt vorerst offen. Allerdings hat die EU-Kommission im Sommer eine neue "Strategie zur wirksameren Bekämpfung des Missbrauchs von Kindern" vorgelegt. "Sowohl offline als auch online" heißt es laut "Spiegel.de" darin, solle die Prävention und Strafverfolgung im Hinblick auf sexuellen Missbrauch von Kindern gestärkt werden. Grund ist die zunehmende Verschlüsselung von Messengerdiensten, die nach Ansicht Brüssels die Zahl der Meldungen von sexuellem Missbrauch verringern könnte. Auf die möglichen technischen Lösungen dieses Problems bezog sich Ashton Kutcher in einem weiteren Tweet an Saskia Esken.

Während Europaabgeordnete Sippel auf Kutchers Tweet mit einem Link zu Kontaktdaten reagierte, hielt Walter-Borjans die Finger still. Parteifreund und SPD-Vize Kevin Kühnert hatte hingegen eine weitere Idee zum Thema Hollywood: Er schrieb Leonardo DiCaprio auf Twitter an und fragte, ob er nicht Interesse hätte, mehr über das Sozialstaatskonzept der SPD zu erfahren.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
Das könnte Sie auch interessieren