Lange Zeit blühten radikale Meinungen, die vom vermeintlichen "Mainstream" des gesellschaftlich Akzeptierten abweichen, lediglich im Verborgenen. Doch immer mehr Systemkritiker verschaffen sich lautstark Gehör. Doch wer sind die "neuen Rechten" und was treibt sie an?

Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass es bislang so etwas wie einen gesamtgesellschaftlichen Konsens in Kernfragen der Mitmenschlichkeit und Toleranz gab – ohne dass man deswegen schon gleich reflexartig den Hetzbegriff von der "Lügenpresse" bemühen muss.

Wie der beklemmende neue Dokumentarfilm "Die rechte Wende" von Katja und Clemens Riha, den 3sat zur besten Sendezeit zeigt, belegen kann, wagen sich immer mehr vermeintliche Vordenker – darunter Autoren, Verleger, Philosophen, Künstler, Politiker, ja sogar Kirchenleute – aus der Deckung und versuchen mit Äußerungen abseits des sogenannten Meinungs-"Mainstreams" Stimmung zu machen.

Immer wieder bemühen sie das Bild von einem allgemeinen Sittenverfall, von echter oder gefühlter Überfremdung – und das Erstarken rechtsgerichteter Parteien und Bewegungen wie Pegida und AfD machen ihnen Mut. Natürlich kommt ein Beitrag über die "neuen Rechten" auch nicht an der "Identitären Bewegung" vorbei, die seit einiger Zeit zunehmend für Schlagzeilen sorgt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst