Johann Schäfer (Mario Adorf) will gleich wieder gehen. Speed Dating – das ist nichts für ihn. 13 ältere Leute an sechs Tischen, einer setzt aus an der Bar. Nach sieben Minuten gibt's ein neues Männlein-Weiblein-Roulette. Wie soll das zu einem guten Ende führen?

In dem nun wiederholten, ausgezeichneten ARD-Film "Altersglühen - Speed Dating für Senioren" (2014; unter anderem Grimme-Preis, Deutscher Fernsehpreis) denkt Regisseur Jan Georg Schütte überhaupt nicht daran, seinem Schauspielerensemble Vorgaben zu machen. Er lässt ihm einfach freien Lauf.

Spontaner Wortwitz

Von Adorf über Senta Berger, von Matthias Habich bis zu Michael Gwisdek als gewiefter Stegreifclown: 13 Top-Darsteller übertreffen sich in spontanem Wortwitz, wie er in keinem (Dreh)buche steht. Immer wieder einzelne Begegnungen erzählen temporeiche Geschichten.

So machen beispielsweise Senta Berger und Matthias Habich, sie als angeblich erfolgreiche Unternehmerin, er als Beinahe-Romancier, eine große Nummer aus ihrem Treffen. Er ließ angeblich einen 800-Seiten-Roman in der U-Bahn liegen und nahm das als "Gottesurteil" an: Er entschloss sich, fortan "nur noch zu leben". Ob sein Date Romane liebe? "Da muss ich passen!", lügt die Ex-Unternehmerin wie gedruckt, und er fragt kleinlaut: "Is' das jetzt 'n Korb?"


Quelle: teleschau – der Mediendienst