Die dreiteilige Doku "Geschichte im Ersten: Unser Deutschland", gemeinschaftlich produziert von MDR und WDR, möchte die Nachkriegsgeschichte von ganz Deutschland erzählen – und die Spannungen zwischen Ost und West überwinden.

Es waren lange genug mindestens zwei Sichtweisen, die den Blick auf die Mitte Europas prägten: Deutschlands steile wirtschaftliche Nachkriegsentwicklung im Westen, das Selbstbewusstsein der "Arbeiter und Bauern-Republik" in der ehemaligen DDR – zwei Perspektiven, die lange nicht wirklich zusammenfanden. Andererseits ermahnen die Kernbegriffe "Einigkeit und Recht und Freiheit" aus der Nationalhymne daran, wie viel auf dem Spiel steht. Die neue, auf drei Teile angelegte ARD-Dokumentation "Geschichte im Ersten: Unser Deutschland" möchte umfassend auf die Gesellschaft blenden: aus den Blickwinkeln von Ost und West, auch aus der Perspektive von Zuwanderern, Flüchtlingen, Vertragsarbeitern und Migranten.

Zu Wort kommen dabei prägende Persönlichkeiten, die sich um die deutsche Demokratie verdient gemacht haben, darunter Politiker, Anführer der ehemaligen Montagsdemonstrationen, Schriftsteller und Journalisten, aber auch Frauenrechtler, Polizisten und Datenschützer. Für Ausgewogenheit soll die Aufteilung der Arbeiten auf zwei ARD-Anstalten sorgen: WDR und MDR produzierten die Teile gemeinsam für den Einsatz im Ersten.

Mit dabei sind unter anderem zwei Schwimmer aus Ost und West: Wolfgang Kremer und Frank Wiegand traten bei den Olympia-Wettkämpfen 1964 und 1968 gegeneinander an. Auch der SPD-Politiker Wolfgang Thierse, damals Mitglied des Neuen Forums, kommt zu Wort. Er war einer der prägenden Köpfe der Reformbewegung in der Endphase der DDR.


Quelle: teleschau – der Mediendienst