In extravagenten Outfits übernahmen die Glam Rocker kurzzeitig das Kommando in der Musik-Szene – bis der Punk kam. Regisseur Christophe Conte erinnert an die exzentrischen Künstler.

Es war ein kurzer Moment der Euphorie und ein mutiger Schritt. Nach der Auflösung der legendären Beatles herrschte in der internationalen Popwelt so etwas wie Leere, Resignation und kreative Einfallslosigkeit. Und doch gelang es exzentrischen Künstlern und Bands wie T.Rex, David Bowie, Elton John, Roxy Music und natürlich auch Queen, zumindest für kurze Zeit für extravagante Ablenkung zu sorgen.

Was den "Glam Rock", so auch der Titel der neuen ARTE-Dokumentation, zusammenhielt, waren zunächst einmal Äußerlichkeiten: Ein androgyner Look, glitzernde Kostüme und hohe Plateau-Schuhe waren das Markenzeichen der Paradiesvogel-Rocker. Musikalisch setzten sie auf eher elektrisierende, pathetische Sounds und ein hintersinniges Spiel mit den Codes der Rock-Musik. Als wenig später die Punks rumpelnd die Welt-Bühne stürmten, waren die Glam Rocker schnell wieder (fast) vergessen. Regisseur Christophe Conte erinnert an sie.


Quelle: teleschau – der Mediendienst