Die Senderfamilie der RTL-Gruppe wird um einen Sender erweitert. VOXup soll ein weibliches Publikum bedienen und als Werbe-Versuchskaninchen fungieren.

So richtig scharfkantig ist das Profil des neuen Fernsehsenders VOXup noch nicht, den die in Köln ansässige private Sendergruppe am Mittwoch verkündete. Eher weiblich, so wie das Mutterschiff VOX, soll der neue, am 1. Dezember startende Kanal werden. In einer Pressemitteilung des Mutterhauses RTL heißt es: "Auf dem Programm stehen erweiterte Schaufenster populärer VOX-Formate wie "Das perfekte Dinner" oder "Shopping Queen", hochwertige US-Fictionserien und bereits zum Start Eigenproduktionen. Auch mit "Ally McBeal" der Kultserie der 90er Jahre, können die Zuschauerinnen ein Wiedersehen feiern."

Interessant wird es, wenn RTL auf ein neues Vermarktungsmodell zu sprechen kommt, das im Falle von VOXup greifen soll. "Erstmals im deutschen TV-Markt werden die Werbeinseln eines linearen Senders mit einem weiteren linearen Sender konsequent gekoppelt. Somit laufen bei VOX und VOXup zeitgleich dieselben Werbespots."

Wie dies technisch aussehen wird, ohne unterschiedliche Programm ohne dramaturgische Gewaltakte im selben Moment zu unterbrechen, darauf gehen die Macher noch nicht ein. Dafür gab man bereits den Namen des Senderchefs bekannt: Oliver Schablitzki, der bereits erfolgreich Nitro und RTLplus verantwortet, soll Kapitän des werbeinnovativen VOX-Spin-offs werden.

Un wo ist der neue Sender zu sehen? VOXup wird zunächst über den Astra-Satelliten verbreitet, darüber hinaus strebe die Mediengruppe RTL eine Verbreitung in Kabel- und IPTV-Netzen an, heißt es in der Pressemitteilung.


Quelle: teleschau – der Mediendienst