Ende der 1950er-Jahre bekamen die USA ein Südsee-Paradies hinzu. Hawaii schloss sich den Vereinigten Staaten als 50. Bundesstaat an. Und machte beinahe eine ganze Generation mit leicht bekleideten Hula-Girls verrückt.

Seit 1959 gehört Hawaii politisch zu den USA. Ein Volksentscheid auf der Inselkette führte damals zum Beitritt als insgesamt 50. Bundesstaat. Und er entfesselte in den Vereinigten Staaten eine Exotik-Begeisterung ohnegleichen. Im prüden Nachkriegsamerika, das in den 1950er- und 1960er-Jahren seinen unvergleichbaren wirtschaftlichen Boom erlebte, wollte jeder nur noch auf die Inseln, die mit Party, Cocktails und vor allem leicht bekleideten Hula-Girls lockten.

"In Hawaii sahen viele einen Traumstaat, in dem überall nur hübsche Mädchen zu exotischen Klängen tanzten", erinnert sich Kevin Kidney. In der Dokumentation von Susanne Müller und Andreas Coerper erzählt der Designer und Künstler unter anderem darüber, wie zwischen Baströckchen und neckischem Hüftschwung die Popkultur des Tiki-Pop entstand.

Das kunterbunte Südseeambiente bestand vor allem aus rauschenden Partys: Man trug Hawaiihemd, lauschte den Klängen der exotischen Sounds von Martin Denny und Arthur Lyman, erfand Südseecocktails und probte zaghaft die sexuelle Befreiung. Goldene Zeiten!


Quelle: teleschau – der Mediendienst