Fernsehen ohne Johannes B. Kerner? Kaum vorstellbar. Deshalb legt der Moderator immer wieder neue TV-Formate nach. Ab dem 17. August ist er in der ZDFShow-Reihe "Wir lieben Fernsehen" zu sehen.

Warum lieben Sie das Fernsehen?

Ich liebe das Fernsehen als Konsument wie als Beruf. Nachrichten, Sport und Dokus über Gegenden, die ich sonst nicht
sehen könnte, sind mein Ding. Und als Beruf habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt. Ich bin ein Live-Kind – das gilt für den Sport genauso wie für die großen Shows, das ist meine Königsdisziplin.

Es wird behauptet, das Fernsehen hätte seine Lagerfeuer-Funktion verloren. Man guckt heute wo und wann man will …

Das ist lustig. Die Leute sagen "ich gucke immer weniger Fernsehen", aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Es
wird immer mehr Fernsehen geguckt. Wichtiger als "senden" ist für mich jedoch "empfangen". Egal, ob uns die Zuschauer auf Handy oder Laptop sehen, Hauptsache, sie gucken.

Jetzt schlägt Ihre Stunde, die Sporthelden?

Beckenbauer, Müller und Breitner natürlich sowie die Kölner Flohe, Overath und Schumacher. Nicht zu vergessen Jürgen Klopp. Und ganz wichtig: die Mutter unserer Kinder.

Und der größte TV-Moment?

Es war nicht der Mauerfall. Ich war am 9. November selbst auf der Mauer dabei, daher ist es für mich kein TV-Moment. 9/11 gehört auf eine traurige Art und Weise dazu, das Drama um Lady Di auch, das WM-Finale 2014 und vor allem die WM 2006, die ich zusammen mit den Experten Jürgen Klopp und Urs Meier moderiert habe.