Die TV-Sender EinsPlus und ZDFkultur stellen am 30. September 2016 um Mitternacht ihren Sendebetrieb zugunsten eines reinen Online-Angebotes von ARD und ZDF ein. Damit folgen die Senderverantwortlichen einer Vorgabe der Ministerpräsidentenkonferenz vom Oktober 2014.

"EinsPlus hat gerade mit seinen jungen Formaten Pionierarbeit geleistet. Es war Experimentierlabor und Programmwerkstatt", resümierte SWR-Intendant Peter Boudgoust. Die Erfahrungen und Kompetenzen, die bei EinsPlus aufgebaut wurden, kämen dem SWR an vielen Stellen zugute, so auch beim "Jungen Angebot". "Mit diesem Onlineangebot werden wir nun noch zielgenauer dem ansonsten drohenden Generationenabriss entgegentreten können", so Boudgoust.

Auch die ARD-Vorsitzende Prof. Dr. Karola Wille verspricht sich viel von dem neuen Internetportal. "Jetzt können wir den jungen Menschen mit unseren Angeboten noch besser dort begegnen, wo sie sich hauptsächlich aufhalten: In der nichtlinearen Welt, auf mobilen Endgeräten, auf Smartphones und Tablets."

Eigene Formate, eigene App

Das neue, "Junge Angebot" wird ab 1. Oktober unter der Adresse www.jungesangebotvonardundzdf.de zu erreichen sein. Der offizielle Name ist bislang noch nicht bekannt. Fest steht, dass es eigene Formate bei Video-Plattformen wie Youtube und in sozialen Netzwerken wie Facebook geben wird. Zudem werden Serien in einer eigenen App auf Abruf verfügbar sein.

EinsPlus, im Jahr 2005 unter dem Motto "Mehr fürs Leben" erstmals innerhalb des ARD-Digitalangebots gestartet, konzentrierte sich zunächst hauptsächlich auf Service-, Ratgeber- und Wissenssendungen. Ab 2012 erweiterte EinsPlus sein Angebot vor allem am Abend um Programme für jugendliche und junge Zuschauer, bestehend aus Magazinen, Konzerten, Informationen, Shows, Comedy, Serien und Filmen.